Kaiserslautern Ritschenkopf-Rennspaß auch ohne Punkte

Placeholder-Image

Die Beliebtheit eines Sportwettbewerbs lässt sich erkennen, wenn keine Meisterschaftspunkte herausgefahren werden. So geschehen am Wochenende in Queidersbach beim Bergslalom. Obwohl es dabei keine Punkte zu ergattern gab, war das Fahrerfeld groß und qualitativ stark besetzt. Der MSC Queidersbach hat sein eigenes Konzept und lässt sich von seinem Dachverband, dem Neuen Automobil- und Verkehrs-Club (NAVC), davon nicht abbringen, wie Slalomleiter Bernd König betonte.

„Wir machen unsere Veranstaltung für die Fahrer und die Zuschauer, und unser Konzept geht Jahr für Jahr auf“, sagt König. Das bestätigen ihm die Piloten, die weit anreisen, um spannenden Bergrennsport zu bieten. Selbst Amateurmeister wie Tobias Küpper (Nastätten) und Nino Minuth (Ellern) fanden den Weg in die Westpfalz. Geboten wurde sehr guter Rennsport, wenn auch der Streckenbelag nicht mehr so glatt wie nötig erscheint. „Ich bin ein Schönwetterfahrer“, erklärte Michael Preis (Queidersbach) schmunzelnd, warum er am Samstag nicht gestartet ist. Der erste Tag war in der Tat verregnet. Da ließ der frühere Amateur-Bergmeister seinen 340-PS-BMW E 30 V 8 lieber im Fahrerlager stehen. Als Sonntag die Sonne schien, entschied sich der 32-Jährige zum Start. Mit 5,31 Sekunden Vorsprung gewann er die Klasse der Spezialtourenwagen vor Minuth. Der Hunsrücker gewann tags zuvor im Kadett C mit 5,99 Sekunden vor Ralph Petzold aus Wallerfangen im VW-Polo RS. Als Preis zum Vorstart rollte, war dem 28-jährigen Minuth klar, dass er mit seinem Opel Kadett mit 230 PS an Preis’ Zeit nicht rütteln kann. Bei den verbesserten Fahrzeugen über zwei Liter Hubraum zeigte Peter Fecht aus Dillingen im Golf am Samstag, dass ihm eine feuchte Strecke gar gelegen kommt. 2,7 Sekunden war er auf der 1240-Meter-Strecke schneller als die Konkurrenz. Die wollte es am Sonntag auf trockener Piste wissen. Fecht musste vorzeitig abreisen, es gewann Michael Gorges (Merzig) im BMW 325 1,15 Sekunden vor Marco Schäfer (Bexbach, BMW 328). „Eine linienförmig sehr schöne Strecke und ein tolles Fahrerlager“, lobte Gorges. Erst seinen vierten Start absolvierte Tom Simonis (Queidersbach), dessen VW-Polo mit 1,3-Liter-Motor nur 75 PS hat. Am Samstag startete er bei den der Serienfahrzeuge und belegte den zweiten Platz bei zwei Startern. Am Sonntag ging er bei den verbesserten Fahrzeugen an den Start und hatte einen Konkurrenten mehr. Norbert Fricke (Egelsbach, Suzuki Swift) siegte souverän 8,03 Sekunden vor Frank Klein (Ottweiler, Peugeot 106 Rallye). Günter Scheiderer (Buch am Wald) war Sieger in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1,6 Liter in einem 1,4-Liter-Polo. Er hatte am Samstag 5,02 Sekunden Vorsprung auf Ronnie Suhr (Altenkirchen) im Golf I und am Sonntag 49 Hundertstel auf Amateur-Bergmeister Tobias Küpper im Golf I. Michael Marschall (Morschheim) steuert mit Frank Hofferberth einen Golf I. Über Mittelfeldplätze kamen sie mit ihrem 180-PS-Fahrzeug nicht hinaus, aber sie hatten beide ihren Spaß am Ritschenkopf. |llw

x