Meinung Parkleitsystem in Kaiserslautern: Der Überblick fehlt

Kaum zu erkennen: Hinweistafeln auf Parkplätze in der Ludwigstraße.
Kaum zu erkennen: Hinweistafeln auf Parkplätze in der Ludwigstraße.

Das Parkleitsystem in Kaiserslautern ist veraltet. Das könnte mit ein Grund dafür sein, dass immer wieder der Parkplatznotstand ausgerufen wird.

In der aktuellen Parkplatz-Debatte wird angeführt, die Besucher von Kaiserslautern wollten nicht ins Parkhaus. Das ist kein Argument, um neue Parkflächen auszuweisen, wie es die CDU gerade vorhat. Zumal es landauf und landab kaum noch Städte gibt, in denen im großen Stil am Straßenrand geparkt werden kann. Dazu ist öffentlicher Raum viel zu kostbar.

Was aber zutrifft: Für Auswärtige ist es gar nicht so einfach, einen Parkplatz zu finden. Es fehlt der Überblick. Weil das Parkleitsystem veraltet ist. Es stammt aus dem Jahr 2000. Und es weist eben gar nicht einzelne Parkhäuser aus, gibt keine Infos zur Live-Belegung, sondern schickt Menschen, die einen Parkplatz suchen, nur ins Centrum Nord oder West beispielsweise. Andernorts wird exakt angezeigt, wie viele Stellplätze wo noch frei sind. Für eine angeblich digitale Stadt ist das nicht gerade vorbildlich. Das geht bestimmt besser.

Wenn die Stadtverwaltung jetzt ankündigt, dass drei neue Anzeigetafeln kommen, ist das vermutlich nicht der große Wurf. Ganz sicher gibt es noch ganz andere Hebel, den Verkehr intelligent zu steuern. Bestimmt kann die Wissenschaft vor Ort helfen.

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