Kanu Paddlergilde feiert ihren Meister

Jonas Jacob fährt im 1000-Meter-Rennen unangefochten zum Sieg im Kanumehrkampf.
Jonas Jacob fährt im 1000-Meter-Rennen unangefochten zum Sieg im Kanumehrkampf.

Die Deutschen Kanumeisterschaften in Köln sind vorbei, was bleibt ist die Goldmedaille, die Jonas Jacob im Kanumehrkampf gewinnen konnte.

Nein, die Erwartungen an große Erfolge, die waren im Team der Paddlergilde Kaiserslautern nicht groß. Es war eher mit respektvollen Blicken zur Konkurrenz nach Köln gereist.

Längst sind sie wieder daheim die jungen Kanuten Collin Schwarz, Julius Kröner, Jonas Jacob, Sophia Becker und Morgan Fox. Mit Erfolg, mit einem Kentern und mit einem stolzen Trainerteam. In den Gesprächen lebt die DM natürlich immer wieder auf. Die Rede ist von den Einern, in denen immerhin die Zwischenläufe erreicht wurden. Auch im Zweier waren Collin Schwarz und Jonas Jacob bis in den Zwischenlauf gefahren. Sophia Becker und Morgan Fox steuerten ihr Boot sogar bis in den Endlauf und kamen als Siebtschnellster Zweier Deutschlands ihrer Altersklasse ins Ziel. Nein, damit hatte vorab keiner gerechnet.

Der Knaller

„Doch der absolute Knaller trug sich im KMK zu“, fasst Kanu-Trainerin Theresa Ungemach zusammen, was sich im Kanu-Mehrkampf ereignete. Nach dem 100 m Sprint mit fliegendem Start auf dem Wasser, anschließendem Sprint und einer 1500 Meter Laufstrecke sah es für die Paddlergilde gut aus. „Da geht mehr, als vorher gedacht“, berichtet Ungemach von ihren ersten vorsichtigen Überlegungen. Sie sollte recht behalten. An Tag zwei des Wettkampfes folgte das Medizinballschocken und das abschließende 1000-Meter-Rennen mit dem Boot. Collin Schwarz kam bei der KMK insgesamt auf Platz 29. Julius Kröner wurde 17. Sophia Becker ergatterte sich nach einem beherzten 1000-m-Rennen Platz zehn. Morgan Fox schloss den Mehrkampf mit Platz vier ab. Fehlt noch Jonas Jacob, der mit einem Zehn-Punkte Vorsprung ins abschließende Kanurennen über 1000 m ging.

Nervös sei er trotzdem gewesen, noch nervöser waren die Eltern und Trainer. Aber: kaum war der Startschuh heruntergeklappt, war Jonas in seinem Element, ließ nichts mehr anbrennen, beendete das Rennen als Erster mit deutlichem Abstand auf den Zweitplatzierten. Noch in Köln wusste die Paddlergilde gewaltig zu feiern. Immerhin hatte es seit Jahrzehnten keinen deutschen Meister mehr gegeben, der für die Paddlergilde fuhr.

Abgedrängt und gekentert

In Köln gab es mit den Langstreckenrennen noch Platz 15 von Julius Kröner über 2000 m. In einem tollen Langstreckenrennen mit guter Wendestrategie fuhren Jonas Jacob und Collin Schwarz auf den fünften Platz. Die Mädels hatten Pech. Sie lagen auf dem Silberplatz, wurden vom Bochumer Zweier abgedrängt und kenterten. Die Medaille war futsch und die Enttäuschung groß.

„Wir hoffen, dass alle das Erlebte schnell verdauen und sich über ihre Leistungen freuen können. Im kommenden Jahr kommt hoffentlich nichts dazwischen und wir können uns ebenfalls wieder über tolle Ergebnisse freuen“, blickt Theresa Ungemach nach vorne, schränkt aber ein „wenn wir dann noch Wasser haben und überhaupt ein Training möglich ist…“ Die Entwicklung am Gelterswoog dahingehend sei mehr als bedenklich.

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