Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Otterberg: Hochkarätiges Konzertprogramm in der Abteikirche

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Hochkarätig ist das Konzertprogramm, das die Otterberger Abteikirche in Zusammenarbeit mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz zusammengestellt hat. Das Gotteshaus sei ein Kleinod zisterziensischer Baukunst aus dem 12. und 13. Jahrhundert und in seiner erhabenen Schönheit besonders geeignet für hochwertige Konzerte, so der Projektleiter Musik beim Kultursommer der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, Holger Wittgen.

Den Start machten am 5. Mai bereits zwei grandiose Musiker, der Trompeter Reinhold Friedrich und der Organist Christian von Blohn, unter dem Motto „Das Instrument der Könige trifft die Königin der Instrumente“. Morgen, Sonntag, 17 Uhr, führt der Klassische Chor der TU Kaiserslautern Georg Friedrich Händels Oratorium „Samson“ auf (wir berichteten am 14. Juni). Neben dem Chor wirken Lydia Eller, Sopran, Sandra Stahlheber, Alt, Fabian Kelly, Tenor, Jan-Ole Lingsch, Bass sowie die Churpfälzische Hofkapelle mit. Die Leitung hat Berthold Kliewer.

„Deutsches Requiem“ ganz menschlich

Landesjugendchor und Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz präsentieren am Samstag, 10. August, 19 Uhr, „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms. Das Requiem „nach Worten der Heiligen Schrift“, wie Brahms seine Komposition überschrieben hat, nimmt innerhalb seines Genres eine ganz besondere Stellung ein: Der spröde Norddeutsche hat uns vielleicht das menschlichste Requiem hinterlassen. Denn anders als in der katholischen Totenmesse steht in seinem Werk nicht die Vision des Jüngsten Gerichts, sondern der Beistand für die Verzweifelten im Mittelpunkt. Musikalisch ist die Komposition gewohnt klanggewaltig und gravitätisch, in ihrer Botschaft jedoch unvergleichlich zartfühlend. Im Kontrast dazu erklingen in dem Konzert zwei serielle Kompositionen des Japaners Toru Takemitsu: das „Requiem für Streicher“ und „Night Signal – Signals from Heaven II“, eine Fanfare für zwei Blechbläser-Ensembles. Die musikalische Leitung hat Hermann Bäumer, Generalmusikdirektor des Staatstheaters Mainz.

Trio Mediaeval mit Musik aus dem Codex Turin

Stets ein ganz besonderer Höhepunkt in der Abteikirche sind die Konzerte mit Musik des Mittelalters, die in diesem Jahr das Eröffnungskonzert zum 20. Jubiläum der Konzertreihe „Via Medivaeal“ präsentieren. Das norwegische Trio Mediaeval spielt zusammen mit dem berühmten englischen Tenor John Potter am Samstag, 14. September, 20 Uhr, Musik aus dem Codex Turin J. II. 9, der eine der bedeutendsten und mysteriösen Quellen für Polyphonie und Choräle des späten 14. Jahrhunderts ist. Titel: „Si tres grant melodie: Machaut und die Könige von Zypern.“

Mozarts „Vesperae solennes de Confessore“ und Rossinis „Stabat Mater“ versprechen am Sonntag, 20. Oktober, 17 Uhr, einen Hochgenuss an Chormusik. Es singt die Kantorei der Versöhnungskirche Kaiserslautern unter Leitung von Uwe Farke. Begleitet wird der Chor von Mitgliedern der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Mozarts Vesperae folgen der katholischen Liturgie für einen abendlichen Vespergottesdienst. Sie umfassen sechs Sätze, darunter fünf Psalmen aus dem Alten Testament sowie das Magnifikat aus dem Lukas-Evangelium. Der Text des „Stabat Mater“ stammt von einem anonymen Franziskaner-Mönch und geht von alltäglichen Wiederholungen in ein leidenschaftliches Gebet über.

Weihnachtliches von Benjamin Britten

Unter dem Motto „Veni Domine!“ präsentiert die Mädchenkantorei am Hohen Dom zu Limburg am Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr, Chormusik zu Advent und Weihnachten. Die Leitung hat Judith Kunz. Zum Profil des Chors gehört das Erarbeiten anspruchsvoller Chorliteratur mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Chormusik. Beim Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg 2018 hat das Ensemble mit gutem Erfolg teilgenommen. Ein Höhepunkt des Konzertes ist das Werk von Benjamin Britten „A Ceremony of Carols“, das in der Weihnachtszeit als ein Klassiker für Mädchen- und Frauenchöre gilt.

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