Kaiserslautern Offener Kaffeeklatsch für Operetten-Freunde

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Bis vergangene Woche liefen die Vorbereitungen für die Aufführung der Operette „Die schöne Galathée“ am 28. und 29. August im Theodor-Zink-Museum nicht nur von Kaiserslautern aus, sondern auch noch von Köln und Düsseldorf. Seit Montag hat sich das Organisationsteam komplett in Kaiserslautern zusammengefunden und stellt sich auf den Ernstfall ein.

Wie die Künstler allmählich auf die Zielgerade ihres Projekts zusteuern, können interessierte Bürger gerne hautnah miterleben. Bis eine Woche vor der Premiere lädt das Team jeden Freitag von 17 bis 18 Uhr zum Kaffeekranz in die Kaffeerösterei in der Steinstraße 27 ein. „Wir freuen uns auf Plaudereien über die Welt der Oper, die Westpfalz, das Projekt und darauf, unser Publikum kennenzulernen“, so Esther Mertel. Die Sopranistin aus Kaiserslautern war bisher die Hauptorganisatorin. Ab jetzt ist die Last auch auf die Schultern ihrer Schwester, der Klarinettistin Rebecca Mertel, und von Trompeter Thomas Gerstel aus der Kernbesetzung des Orchesters verteilt. Regisseur Philipp Westerbarkei ist ebenfalls mit von der Partie. „Wir wollten diesen Moment in der Woche schaffen als einen Treffpunkt für das Team und von Menschen, die dazukommen wollen“, beschreibt Esther Mertel. Alte Bekannte wiedersehen, Kontakte herstellen zu Leuten, die das Projekt interessiert, und zu solchen , die durch die Teilnahme am Crowd-Funding dazu beigetragen haben, dass das Projekt überhaupt stattfinden kann. Wenn ihr alter Klavierlehrer den Weg zum Kaffeeklatsch finden würde: Für Esther Mertel wäre es das Größte überhaupt. Zum Treffen mit der RHEINPFALZ kommt der Regisseur auf den letzten Drücker. Er hat sich mit der Zeit verschätzt, weil: „Die Wege sind hier länger, in einem Opernhaus hat man alles zusammen.“ Westerbarkei ist Assistent und Spielleiter an der Oper in Düsseldorf. Was ihn als Regisseur und damit Hauptverantwortlichen im Projekt „Galathée“ umtreibt sprudelt nur so aus ihm hervor: „Es ist immer leicht, sich etwas auszudenken, aber eine Herausforderung, es stimmig auf die Operette zu bringen.“ Was er erreichen möchte, wird von verschiedenen Seiten interpretiert, soviel ist ihm bewusst. Vor allem die Künstler müsse er so vorbereiten, dass sie seine Inszenierung mit ihrer Persönlichkeit vertreten können. Er freut sich auf die Auseinandersetzung und gesteht: „Ich bin nervös.“ Am unbekannten Ort komplette Theaterstrukturen aufzubauen, den Sängern vernünftige Probezeiten zu organisieren und eine ordentliche Bleibe – all das ist auch kein Pappenstiel. Da ist es schon gut, wenn man miteinander reden kann. „Das persönliche Gespräch ist wichtig, wenn es hapert, hapert es an der Kommunikation“, weiß Esther Mertel. Die Interpretin der Titelpartie ist in diesem Zusammenhang durchaus gespannt, was der Regisseur mit ihr vorhat. Den Musikern hat Esther Mertel die Noten für die von ihr rekonstruierte Kammermusikfassung der Suppé-Operette an die Hand gegeben. An Krämers Hof in Enkenbach-Alsenborn stellen sich zunächst die Holzbläser der neuen Herausforderung von Temperatur und Akustik in freier Natur. In den Museumshof geht’s erst für die Haupt- und Generalprobe. „Wir haben jetzt auch eine Regenspielstätte“, verrät Esther Mertel zum Schluss: Sollte es regnen, stellt ihnen das Fraunhofer-Institut für die Aufführung seinen Innenhof zur Verfügung. (krh)

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