Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Neues E-Sports-Turnier des SWFV gestartet

Kämpft gerade virtuell um Tore: Alexander Fahsel.
Kämpft gerade virtuell um Tore: Alexander Fahsel.

Die E-Sport-Szene wird immer populärer und das Interesse an E-Football- Turnieren hat vor allem während der Corona-Pandemie stark zugenommen. Der Südwestdeutsche Fußballverband (SWFV) startet nach der erfolgreichen #WirKickenzuHause-Liga im Frühjahr eine Neuauflage des Turniers, das den Fußballern im Südwesten die fußballfreie Zeit erleichtern soll. Doch diesmal ist einiges anders.

Wie schon im Mai, konnten sich alle im Gebiet des SWFV gemeldeten Fußballer ab 16 Jahren online für das E-Sports-Turnier anmelden. Anders als beim ersten Turnier, das auch schon der Südwestdeutsche Fußballverband veranstaltete, wird nun nicht mehr der beste FIFA-Spieler, sondern die beste Mannschaft des Südwestens gesucht. Im Klartext bedeutet das, dass nun nicht mehr mehrere Spieler eines Vereins einzeln auf Punktejagd gehen, sondern alle Teilnehmer eines Vereins ein Team bilden.

Über 100 Teams

Insgesamt haben sich 90 Teams auf der Playstation 4 und 14 Teams auf der Xbox angemeldet, um sich mit anderen im frisch erschienenen Videospiel FIFA 21 zu messen. Die hohe Anzahl an Teilnehmern zeigt, wie groß das Interesse am E-Sport, vor allem im Fußballbereich, ist und verspricht rosige Zeiten für das virtuelle Spielen.

Die interne Qualirunde

Auch der VfR Kaiserslautern hat sich dazu entschieden, am sogenannten „Winter-Qualifier“ des SWFV teilzunehmen. In einem internen Turnier, in dem 20 Fußballer des VfR gegeneinander antraten, wurden sechs Teilnehmer ausgespielt, die nun ihren Verein auf dem virtuellen Rasen vertreten. Darunter ist auch Alexander Fahsel, der normalerweise für die zweite Mannschaft des VfR auf dem Platz steht. Nun muss er allerdings zusammen mit seinem sechsköpfigen Team, das aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft und der A- und B-Jugend des Vereins besteht, auf der Spielekonsole um Siege kämpfen.

„Das Winter-Qualifier ist eine tolle Möglichkeit, auch mal die noch in der Jugend spielenden Fußballer des VfR besser kennenzulernen, und der Vereinszusammenhalt wird durch dieses Turnier auf jeden Fall gestärkt“, erklärt Fahsel, der auf dem Erbsenberg meist als offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt wird.

Spiel gegen den Stadtrivalen TSG

Zum Auftakt in das Turnier, das am 1. Dezember startete, musste der VfR Kaiserslautern direkt gegen den Stadtrivalen TSG Kaiserslautern ran. Gespielt wird das Spiel im 90er Modus, ein Modus in FIFA 21, bei dem jede Mannschaft dieselbe Stärke hat. Zur Verdeutlichung: Im realen Leben findet sich der 1. FC Kaiserslautern im unteren Mittelfeld der 3. Liga wieder und hat natürlich einen deutlich schlechteren Kader als der amtierende Champions-League-Sieger FC Bayern München. Im gespielten Modus des Turniers sind aber alle Kader gleich gut, und FCK-Stürmer Marvin Pourié spielt auf einem Level mit dem Weltstar Robert Lewandowski.

VfR setzt auf den FCK

Der VfR entschied sich dafür, mit dem FCK an den Start zu gehen und konnte gegen die TSG mit einem 10:2-Sieg direkt einen Achtungserfolg landen. Die große Anzahl an Toren kommt daher, dass ein Hin- und Rückspiel gespielt wird und die Ergebnisse beider Partien dann addiert werden. Eine Änderung gegenüber des vorherigen Turniers des SWFV ist, dass es keinen vorgefertigten Spielplan mehr gibt.

Im „Winter-Qualifier“ spielt jedes Team gegen seinen direkten Tabellennachbarn, was dafür sorgen soll, dass immer zwei ungefähr gleich starke Teams gegeneinander antreten. Nach acht Spieltagen werden die Teams dann in ein Ligasystem eingeteilt, das dem des echten Fußballs sehr ähnelt. Die Teams qualifizieren sich dann je nach Platzierung für die „eVerbandsliga“, die „eLandesliga“ oder die „eBezirksliga“, wo die Spiele dann weitergehen und man um Titel spielt.

Kein Ersatz

Das Ziel des SWFV ist es, den E-Football zu stärken und den Fußballern einen Ausgleich für die fußballfreie Zeit zu schaffen, damit der Sport nicht komplett in Vergessenheit gerät. „Den richtigen Fußball kann der E-Sport auf keinen Fall ersetzen, und jeder leidenschaftliche Fußballer vermisst es, einen Ball am Fuß haben zu können, aber trotzdem ist das Winter-Qualifier des SWFV eine tolle Sache und stärkt den Zusammenhalt und die Moral innerhalb des Vereins“, berichtet Alexander Fahsel, der am virtuellen zweiten Spieltag beide Spiele für den VfR gegen die SG Hüffelsheim absolvierte.

Edeljoker Zuck

Nach einem souveränen 5:1-Hinspielerfolg sah schon alles nach den sicheren drei Punkten aus, doch im Rückspiel tat sich Fahsel dann zunächst sehr schwer und lag 0:2 zurück, ehe ihn sein Edeljoker Hendrick Zuck, der linke Mittelfeldspieler des 1. FC Kaiserslautern, noch zum 4:2-Sieg führte. Somit steht der VfR mit der makellosen Bilanz von sechs Punkten aus zwei Spielen auf Platz vier der Tabelle und empfängt nun den Tabellennachbarn TSV Rhenania Rheindürkheim.

Alexander Fahsel blieb trotz des Sieges bescheiden: „Wir sind gut gestartet und haben alle Bock, jedes Spiel zu gewinnen, dennoch steht natürlich der Spaß im Vordergrund und wir freuen uns auch, wenn wir endlich wieder auf dem echten Rasen Tore erzielen können.“

Alexander Fahsel steht normalerweise für die zweite Mannschaft des VfR auf dem Platz.
Alexander Fahsel steht normalerweise für die zweite Mannschaft des VfR auf dem Platz.
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