Kaiserslautern
Neu am Pfalztheater: Robert Flanze verstärkt die Schauspielriege
In dieser Zeit war der junge Schauspieler bereits in tragenden, nicht ganz einfachen klassischen Rollen zu erleben, so etwa als Hamlet oder Romeo. Daneben spielte Flanze dann auch öfters im Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater, mit dem er in Stücken wie „Peter Pan“ sogar auch in Luxemburg auftrat.
Im Jahr 2016 nahm Robert Flanze sein Schauspielstudium an der Universität der Künste (UdK) in Berlin auf. Auch während dieser Ausbildung war er auf diversen örtlichen Bühnen aktiv, so beispielsweise auf jenen im Theaterdiscounter und im Deutschen Theater.
Mit eigenem Stück am Start
2019 war dabei ein ganz besonderes Jahr für Robert Flanze. Zum einen spielte er da bei den Ruhrfestspielen mit dem einst von Bertolt Brecht gegründeten Berliner Ensemble in dessen Werk „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ (in der Inszenierung von Heiner Müller) mit. Zum anderen schrieb er in diesem Jahr als erfolgreiche Studienarbeit sein Bühnenwerk „The fragility of the male white Ego“, das unter seiner Regie und Bühnenwirkung auch mehrmals an der UdK aufgeführt wurde. Mehr noch: In diesem letzten Jahr vor seinem Studienabschluss wurden Flanze und sein Jahrgang beim „Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender“ für eine gemeinsame Produktion mit einem Ensemble-Preis ausgezeichnet.
Erste Festanstellung am Pfalztheater
Nun also das Pfalztheater, an dem Robert Flanze seine erste Festanstellung erhalten hat. „Ich habe mich hier gleich willkommen gefühlt“, sagt er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. All jene Sorgen, die man nun mal hat, wenn man in einen neuen Lebensabschnitt tritt, seien ihm hier sehr bald genommen worden.
Und auch Kaiserslautern gefällt ihm ausnehmend gut. „Die Stadt ist total schön“, erklärt er. Alles sei hier „kompakt“ und auch gut zu Fuß zu erreichen, teilt der aus Wuppertal und Berlin Kommende den Eindruck manch früherer „Neulinge“ aus ebenfalls deutlich größeren Orten. Besonders angetan hat es Robert Flanze, der während des Lockdowns und für die Freizeit seine Liebe zu klassischen Brettspielen (wieder-) entdeckt hat, dabei auch der nahe Wald – und darin der Humbergturm, den der Neu-Lauterer sogar auch schon besucht hat: „Der Ausblick von dort oben über die Stadt - echt toll!“
Als erstes wird er Freitagabend in der Premiere von Roland Schimmelpfennigs Neuinterpretation der Homerschen „Odyssee“ zu sehen sein; später in der Saison dann in Norbert Ebels „Ox & Esel“, laut Programm „eine Art Krippenspiel“.