Kaiserslautern Nachspielzeit:

ist ein Linienspiel. Befindet sich der Ball noch vor, auf oder doch schon hinter der Linie? Das ist die Frage, die sich in jedem Spiel nicht nur einmal stellt. In der Landesligapartie der TSG Kaiserslautern gegen die SG Eppenbrunn sah der Lauterer Spielertrainer Oliver Gies zweimal das Spielgerät in vollem Umfang neben der Seitenauslinie – und damit außerhalb des Spielfeldes. „Jeder Einäugige hätte das gesehen“, unterstreicht Gies seine Sicht der Dinge. Doch einer sah dies anders: der Schiedsrichter der Begegnung. Er ließ beide Male weiterspielen. So konnten die Eppenbrunner zweimal flanken und im Endeffekt zwei Tore erzielen. Besonders bitter war dies für die TSG Kaiserslautern beim dritten Gegentreffer, den sich der Verbandsliga-Absteiger in der dritten Minute der Nachspielzeit einfing und durch den die Lauterer das Spiel mit 2:3 verloren. „Jeder hat auf den Pfiff des Schiedsrichters gewartet“, beschreibt Gies die spielentscheidende Szene. Als der allerdings ausblieb, war die zweite Saisonniederlage der TSG besiegelt, die, so Gies, „sehr schmerzte“. Auf Thorsten Wallenfels ist einfach Verlass. Beim 3:1-Heimsieg des FC Queidersbach über die zweite Mannschaft der SG Waldmohr-Dunzweiler traf der Stürmer dreimal für den FCQ, für den er nun schon über zehn Jahre auf Torejagd geht. Er habe „noch nie einen besseren Kopfballspieler gesehen“, sparte Bernd Boslé, der Spielertrainer des FCQ, nicht mit Lob für seinen Goalgetter. Diese Stärke demonstrierte Wallenfels auch gegen die SG. Beim 1:0 brachte er, nachdem der Gäste-Keeper danebengegriffen hatte, den Kopf an den Ball und lenkte ihn ins Netz. Auch beim 2:0 profitierte er von einem Patzer des Schlussmanns. Zur Abwechslung erzielte er sein Abstaubertor mit dem Fuß. Das 3:0 war dann, so Boslé, „wieder ein richtiges ,Walle’-Tor“. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld schraubte er sich hoch und köpfte die Kugel ins lange Eck. Damit war der zweite Sieg im zweiten Spiel gesichert. Zeigt sich Thorsten Wallenfels auch im weiteren Saisonverlauf so in Torlaune, dann könnte es für den FC Queidersbach mit dem angepeilten Aufstieg in die A-Klasse klappen. „Keine Absicht“ sei es von ihm gewesen, bemerkte Jochen Klein zu der entscheidenden Spielsituation. Der Spielertrainer des SV Miesau stand auf der eigenen Torlinie, als der Ball auf ihn zuflog, er ihn reflexartig mit der Hand stoppte und so ein Tor für den FV Linden verhinderte. Der Schiedsrichter ahndete das Handspiel mit der Roten Karte und einem Strafstoß. Das Ganze spielte sich in der 70. Minute beim Spielstand von 1:1 ab. Da der gute Miesauer Keeper Felix Krück gegen den Elfer machtlos war, geriet sein Team mit 1:2 in Rückstand, fing sich dann auch noch einen dritten Gegentreffer ein und zog in diesem B-Klasse-Duell am Ende mit 1:3 den Kürzeren. „Das Regelwerk schreibt es so vor“, akzeptierte Klein, ohne zu hadern, die Entscheidung des Schiedsrichters. Ja, er bescheinigte dem Unparteiischen, die Partie „gut gepfiffen zu haben“. In der Schlussphase sah dann auch noch der Miesauer Torschütze zum 1:1, Lukasz Burzynski, wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte und ein Lindener Spieler die Rote, weil er nach einem an ihm begangenen Foulspiel handgreiflich geworden war.