Kaiserslautern Musiker, Mimen und Artisten

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Mit 200 behinderten und nicht behinderten Künstlern aus sechs europäischen Ländern gastiert am kommenden Wochenende das Straßentheaterfestival „Alles muss raus“ zum neunten Mal in Kaiserslautern. Nach dem Auftakt am Freitagabend bringen an die 20 internationale Gruppen mit Musikern, Mimen und Artisten von der Mittagszeit bis Mitternacht hochkarätige Spannung und Unterhaltung in die Innenstadt.

Veranstalter des dreitägigen Festivals sind die Lebenshilfe Westpfalz mit der Lebenshilfegesellschaft Kunst und Kultur in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, gefördert von der „Aktion Mensch“ und unterstützt von örtlichen Firmen. „Umsonst und draußen“ gilt für zahllose schrille Shows und bizarre Begegnungen an drei Tagen in der Innenstadt. Kostenlos ist auch die Teilnahme an den interessanten Mitmachaktionen und Workshops, die das Straßenfestival ergänzen. Lediglich für die Eröffnungsshow am Freitagabend um 19.30 Uhr in der Fruchthalle wird ein Eintrittsgeld von fünf Euro erhoben. Die „Alles muss raus“-Show mit Musik, Tanz und „spontanen Verrücktheiten“ ist exklusiv für Kaiserslautern organisiert. Schon während der Eröffnungsshow lädt die französische Tanzcompagnie Tango Sumo ein, sich auf dem Stiftsplatz von ihren eigenwilligen Choreographien mitreißen zu lassen. Wie in jedem Jahr ist der Stiftsplatz am frühen Freitag- und Samstagabend Schauplatz für ein außergewöhnliches Spektakel. Mit Trommel- und Fanfarenklängen wird die französische Gruppe Transe Express zwischen Abendhimmel und Erde eine spektakuläre Show zeigen. Erstmalig zu später Stunde um 22.30 Uhr wird im Hof der Stiftskirche Open-Air-Kino gezeigt. Tagsüber machen am Samstag und Sonntag Theaterensembles und Musikgruppen die Innenstadt zu ihrer Bühne. Passanten könnten Monsieur Culbuto begegnen, dem 320 Kilogramm schweren Stehaufmännchen mit dem Kugelbauch von der Compagnie Dynamogène. Zirkusdirektor Vincent wird mit seinem widerspenstigen Dickhäuter Rudi genauso unterwegs sein wie eine Gruppe betagter Herrschaften, die – Stichwort „Great Escapes – Emergency Exit“ – ihrem Altenheim entwichen sind. Die Flüchtigen sind leicht zu erkennen an den Essenstabletts, die sie aus ihrem angestammten Domizil mitgenommen haben. Sobald die Marktleute am Samstag auf dem Stiftsplatz ihre Stände eingepackt haben, setzt dort eine eigenwillige „Feuerwer“ auf der Drehleiter akrobatische Akzente. Viele Akteure und Ensembles wandern mit ihren Shows durch die Straßen der Innenstadt. Manche starten am Stiftsplatz, andere an der Alten Eintracht oder Am Altenhof. Jeden einzelnen Auftritt erleben zu wollen, setzt erhebliches Stehvermögen voraus. Das notwendige Rüstzeug dafür gibt es jedenfalls bei der Tourist Info, in Geschäften und bei der Gastronomie. Das gedruckte Festprogramm mit Informationen zu den Auftritten und Starts der Musikgruppen kann auch im Internet abgerufen werden unter www.alles-muss-raus-festival.de. Der Veranstalter weist darauf hin, dass alle Veranstaltungen des Straßentheaters vom Wetter abhängig sind und sich daher zeitlich verschieben können. Informationen dazu gibt es an den Veranstaltungstagen am Infopoint, der im Kiosk am Stiftsplatz eingerichtet ist. Für Mitmachaktionen wie den Tanz-Workshop mit der englischen Gruppe Everybody Dance, der Tanzbar-Bremen oder den Schlafwandler-Workshop ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Gemeinschaftliches Trommeln – es stehen dafür 100 Trommeln bereit – und die Banneraktion „Köpfe & Noten“ gehen auch ohne. (krh)

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