Countdown zum Foto Fest
Morgen wird das Foto Fest in Kaiserslautern eröffnet
Er ist, wie sein nach Köln „ausgewanderter“ Kollege, ein Urgestein der Szene, allerdings der (vorder)pfälzischen. Günther Wilhelm, Jahrgang 1949, studierte von 1969 bis 1974 an der Freien Akademie / Werkkunstschule in Mannheim und startete danach sogleich in eine freiberufliche künstlerische Tätigkeit. Als Dozent ist er ab den 70er und 80er Jahren auch in Sachen Druck (Lithographie, Radierung et cetera) unterwegs, etwa für den BBK und die Freie Kunstschule Mannheim.
Mitte der 80er entsteht seine Druckwerkstatt in der Ludwigshafener „Hartmannstraße 45“, die seitdem zur Kunstinstitution im Rhein-Neckar-Dreieck geworden ist; lange Jahre steht ihm dabei Eleonore Wilhelm zur Seite. Die Liste der Ausstellungen und Veranstaltungen in dem stilvollen Klinker-Altbau im Stadtteil Hemshof ist inzwischen extrem lang. Doch der Grafiker Hartmann geht auch mit der Zeit, fuchst sich in Computertechnik hinein, macht Webdesign und Multimedia und natürlich Fotografie mit digitaler Bildbearbeitung.
Altes Prag in alter Technik
Und doch sind es die alten Fototechniken, die ihn nachhaltig faszieren, etwa die Cyanotypie. Das auch Eisenblaudruck genannte Verfahren entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und zeichnet sich durch seine typischen Blautöne aus. Auch die Arbeiten, die Wilhelm beim Foto Fest im WebEnd zeigt, entstanden unter anderem in diesem Verfahren.
Der Ludwigshafener präsentiert dabei Ansichten des alten Praga. Ein Stadtviertel Warschaus rechts der Weichsel, das den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstand und doch im Sozialismus und nun im Kapitalismus sein Gesicht veränderte, zeigt Wilhelm in Details bis hin zu Straßenansichten. Die Schau im WebEnd ist ein Vorgeschmack auf eine kommende Einzelausstellung im Stadtmuseum Ludwigshafen. Die Vernissage im WebEnd findet am 15. September, 18.30 Uhr statt; es spricht die Leiterin des Stadtmuseums Ludwigshafen, Regina Heilmann.
Infos...
... zum Foto Fest unter www.foto-fest.com.