Kaiserslautern Mit Olympiasiegern am Start
Kurz nach den Medaillengewinnen der deutschen Kanuten bei den Olympischen Spielen in Rio trumpften die Kaiserslauterer Paddler bei den deutschen Meisterschaften in Brandenburg auf und gewannen Edelmetall und Titel.
Für die beiden Kaiserslauterer Kanuvereine, Ski- und Kanuclub (SKC) und Paddlergilde (PG) verliefen die deutschen Kanurennsport-Meisterschaften äußerst erfolgreich. Auf der Regattastrecke auf dem Beetzsee erpaddelten sich Lara-Luise Coressel und Victoria Ungemach (beide PG) jeweils zwei Medaillen. Jochen Wiehn (SKC) sicherte sich ein Ticket zu den Olympic Hope Games Ende September in Szeged in Ungarn. Auch zahlreiche Olympiasieger von Rio waren vor Ort, verteilten fleißig Autogramme und sicherten sich weitere Meistertitel. Die erste Medaille für Kaiserslautern erpaddelten Lara-Luise Coressel und Victoria Ungemach. Die beiden 14-Jährigen, die für das Kanuteam Baden-Württemberg an den Start gingen, fuhren im Viererkajak auf der 500-Meter-Strecke zusammen mit Zoe Köszeghy und Sabrina Schnell auf den Bronzerang. Diesen Erfolg überboten die beiden dann auf der 2000-Meter-Langstrecke. Ebenfalls im Viererkajak, diesmal mit Zoe Köszeghy und Vivien Heinig, waren sie nicht zu schlagen und sicherten sich die Goldmedaille und damit den Meistertitel. Im Einerfinale über 1000 Meter konnten sich Victoria mit dem fünften und Lara-Luise mit dem siebten Platz noch ein weiteres Mal auszeichnen. Im Zweier sicherte sich Coressel gemeinsam mit Köszeghy eine weitere Finalteilnahme und wurde Siebte über 500 Meter. „Ich freue mich sehr, dass Lara- Luise und Victoria mit gleich zwei Medaillen nach Hause kommen. Auch im Einer und im Kanumehrkampf haben sie eine starke Leistung gezeigt“, so Rita von zur Mühlen, die Cheftrainerin der Paddlergilde. Der 15-jährige Jochen Wiehn (SKC), der vor zwei Jahren bereits einen deutschen Meistertitel gesammelt hatte, verpasste in einem schweren Zwischenlauf auf der 1000-Meter- Strecke knapp den Finaleinzug. Unter den Augen von Nachwuchs-Bundestrainer Detlef Hofmann und zahlreichen Olympiasiegern aus Rio erpaddelte er dann jedoch den Sieg im B-Finale und wurde von Hofmann, Olympiasieger von Atlanta, in die Jugend-Nationalmannschaft berufen. Ende September wird er bei den Olympic Hope Games in Szeged (Ungarn) starten, erstmals im Nationaltrikot. „Für ihn geht damit der Traum dieses Trainingssommers in Erfüllung“, so sein Trainer Jörn von zur Mühlen. „Jochen ist damit einer von nur zwei 15-jährigen deutschen Sportlern, die bei den Olympic Hope Games im Trikot mit dem Bundesadler fahren dürfen“, fügte der Trainer hinzu. Die 15-jährige Hannah Motzenbäcker (PG) konnte im Zweier der weiblichen Jugend gemeinsam mit Marie Reichert für die Renngemeinschaft Rheinland-Pfalz/Saar Platz 17 erreichen. Zusammen mit der 14-jährigen Lainey Huhtala (PG) und verstärkt durch Juliane von Steinacker verpasste der Vierer auf der 500-Meter-Strecke den Zwischenlauf. Huhtala war für dieses Viererrennen ein Altersklasse höher gestartet. Auf der Einerlangstrecke über 2000 Meter konnte sich Lainey Huhtala dann zum Abschluss einen starken Rang 15 erkämpfen. Bei den Schülern A konnte der 14-jährige Lukas Bienroth (PG) im K1 über 1000 Meter im Endlauf B Rang fünf erpaddeln und, gemeinsam mit Oskar Blaser für das Kanuteam BW startend, Platz sechs im 2000-Meter-Lauf erkämpfen. Auf der 500-Meter-Kurzstrecke verpasste das Duo den Finaleinzug im Zwischenlauf. Im Vierer, verstärkt durch Miko Herrmann und Pascal Dohle, reichte es für die Finalteilnahme und dort gegen die leistungsstarke Konkurrenz für Rang neun. Der 16-jährige Fabio Coressel (PG) hatte in der Vorbereitung krankheitsbedingt zu kämpfen. Trotzdem fuhr er im Zweier über 500 Meter zusammen mit David Möntenich für die Renngemeinschaft Baden-Württemberg in den Zwischenlauf, ebenso im Vierer. Auf der Viererlangstrecke reichte die Anstrengung dann für einen respektablen achten Platz. Die beiden deutschen Meister hatten sich in Mannheim und Karlsruhe auf die Meisterschaften vorbereitet, für Jochen Wiehn standen Trainingslager in Dillingen auf dem Plan. Der K4 der Renngemeinschaft Rheinland-Pfalz/Saar erkämpfte sich im Vor- und Zwischenlauf jeweils einen fünften Platz, auf der 5000-Meter- und der 500-Meter-Kurzstrecke. Im Boot saßen Jochen Wiehn (SKC), Merlin Treuer (SKC), Max Deletz (VFK Saar) und Joshua Seemann (SKC). Der K2 über 5000 Meter in der Besetzung Paul Dobbelmann (SKC) und Marius Wortmann (VFK Saar) erreichte den siebten Platz. Die beste Platzierung erzielte Jochen Wiehn im K1 über 1000 Meter mit dem ersten Platz im Endlauf B und der zweitbesten Zeit in seiner Altersklasse. Bei den Junioren konnte Anton Dobbelmann im K1 auf 500 Meter sein bestes Ergebnis mit Platz drei im Vorlauf erzielen. |red