Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Fanmarsch und Fanbus zum Fußballfest

 Der FV Olympia Ramstein feiert seinen Sieg im Kreispokalfinale.
Der FV Olympia Ramstein feiert seinen Sieg im Kreispokalfinale.

Der FV Olympia Ramstein hat den FV Kindsbach im Finale des Kreispokals Kusel-Kaiserslautern mit 2:0 besiegt. Beide Mannschaften neutralisierten sich lange, bis Ramstein in Überzahl durch zwei späte Tore das Spiel entschied. Bei schönstem Osterwetter war schon vor dem Anpfiff Pokalstimmung aufgekommen.

Die Ramsteiner Fans trafen sich zu einem Fanmarsch am Seewoog und zogen singend und komplett in Blau gekleidet ins Stadion ein. Die Kindsbacher Anhänger organisierten einen Fanbus zum Finale. Der SV Mackenbach war bestens vorbereitet und hatte mit Bierzelt, DJ-Pult und guter Organisation für den perfekten Rahmen für das Finale gesorgt. Es war also vor 700 Zuschauern alles angerichtet für ein Fußballfest. Doch die Mannschaften stellten ihre Fans auf eine lange Geduldsprobe.

Bis zur 45. Minute spielte sich wenig in den Strafräumen ab. „Beide Seiten hatten zu abwartend gespielt, wollten nichts riskieren und konzentrierten sich darauf, keinen Fehler zu machen“, begründete FVR-Trainer Jonas Jung den bis dahin ereignisarmen Spielverlauf. Torwart-Routinier Boris Mahl, der durch die Verletzung von Arian Kleemann noch mal ein Pokalendspiel bestreiten durfte, erlebte zunächst einen genauso ruhigen Nachmittag im Tor wie sein Gegenüber, FVK-Spielertrainer Marco Heil.

Der Pausenplan

Das Spiel war durchaus packend und umkämpft, fand aber überwiegend im Mittelfeld statt, und „in der Box“ spielte sich wenig ab. „In der Halbzeit haben wir umgestellt und wollten mehr über die Außen spielen, um dadurch endlich zu Torchancen zu kommen“, reagierte Olympia-Trainer Jung. Davon profitierte Stürmer Josef Hindi, der jedoch drei starke Flanken nicht verwerten konnte: Zunächst scheiterte er in der 55. und 66. Minute mit zwei Kopfbällen am glänzend parierenden FVK-Torhüter Heil, und in der 75. Minute schoss er freistehend aus kurzer Distanz über das Tor.

Kindsbach ließ außer diesen Torgelegenheiten nach wie vor wenig zu, hatte aber auch selbst keine zwingenden Chancen. In der 81. Minute musste der Kindsbacher Patrick Frosch nach einem harten Einsatz mit Gelb-Rot vom Platz. „Wir haben alles weg verteidigt, gut gespielt und waren elf gegen elf die absolut gleichwertige Mannschaft“, sah Trainer Heil darin die spielentscheidende Szene. Einen Vorwurf wollte er Frosch dennoch nicht machen. „Er hat sensationell gespielt und im Dienst der Mannschaft viele Zweikämpfe angenommen. Manchmal kann man dann eine Gelb-Rote leider nicht mehr vermeiden. Deshalb kein Vorwurf an Patrick“, nahm er seinen Spieler in Schutz.

Der Joker sticht

Ramstein verstand es, die Überzahl effektiv zu nutzen. Der eingewechselte Joker Stefan Bosle wurde kurz vor Spielende zum Matchwinner. In der 88. Minute schloss er eine schöne Kombination zum vielumjubelten 1:0 für Ramstein ab. „Es war ein toll herausgespielter Doppelpass, den ich zum Tor abschließen konnte“, schilderte Bosle seinen Treffer. In der Nachspielzeit bereitete er das 2:0 vor. Bosles Pass von außen leitete Robert Smitherman auf Jung weiter, der zum 2:0 vollstreckte.

„In einem lange ausgeglichenen Spiel haben wir uns dennoch aufgrund der Vorteile in der Schlussphase den Sieg verdient“, kommentierte Sieger-Trainer Jung. Kindsbach gratulierte nach der Partie den feiernden Titelverteidigern aus Ramstein zum Pokalsieg. „Trotz der Niederlage hat mein Team ein tolles Spiel gemacht und sich voll reingehauen. Ich hoffe, dass wir das mit in die Runde nehmen können“, war aber auch FVK-Trainer Heil am Ende nicht unzufrieden.

So spielten sie

FV Kindsbach: Heil - Scheller, Peifer, Rotermund - Meinlschmidt (84. Stahl), Niermann - Frosch, Laufer (63. Tobias Schuler) - Flickinger, Winter - Mike Schuler (81. Brenner)

FV Ramstein: Mahl - Schaumlöffel, Sedlmeier - Maier, Layes (90. Cevrigen) - Groschev (63. Kerbel), Cherdron - Weston, Jonas Jung - Hindi (90. Smitherman), de Souza (60. Bosle)

Tore: 1:0 Bosle (88.), 2:0 Jung (93.) - Gelb-Rote Karte: Frosch (81.) - Gelbe Karten: Peifer - Sedlmeier, Hindi, Bosle, Cherdron - Beste Spieler: Heil, Peifer - Bosle, Hindi - Zuschauer: 700 - Schiedsrichter: Wölflinger (Bedesbach-Patersbach)

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