Pferdesport
Mehr als 300 Pferde beim Pfingstturnier in Miesau am Start
Mit dem Pfingstturnier des Reit- und Fahrvereins Miesau beginnt an diesem Wochenende das reiterliche Geschehen auf den Reitplätzen in der Westpfalz. Über zwei Tage werden 32 Prüfungen in den Bereichen Dressur und Springen angeboten. Wettbewerbe sind am Samstag ab 7.30 Uhr und am Sonntag ab 9 Uhr. Gemeldet sind 304 Pferde, die aus verschiedenen Zuchtgebieten kommen. Geritten werden diese Vierbeiner von 224 Reiterinnen und Reitern. Den Parcours der einzelnen Prüfungen bauen Michael Bommer und Stefan Odenbreit.
Veränderungen im Vorstand
Der Platz ist bei den Reitpaaren sehr beliebt durch den stets griffigen Untergrund und die Wasserdurchlässigkeit, falls es regnen sollte. Bei den Zuschauern findet das Gelände einen sehr guten Zuspruch. Denn die eine Seite des Platzes ist durchgängig von der Reithalle abgegrenzt und dazwischen befinden sich überdachte Sitzplätze, die zum Verweilen und Zuschauen einladen.
Im ausrichtenden Reit- und Fahrverein Miesau gab es in der Vorstandschaft personelle Veränderungen, was sich auch bei den Turnieren bemerkbar macht. Die Turnierleitung obliegt der Vorsitzenden für Öffentlichkeitsarbeit, Anja Burkard, sowie der Vorsitzenden für die vereinsinterne Organisation, Simone Krahl, und der Sportwartin Nina Schneider.
Nur noch zwei Veranstaltungstage
Der Veranstalter merkt auch den Rückgang an Nennungen. Hinzu kommt, dass an Pfingsten in der Pfalz gleich drei Turniere auf engstem Raum stattfinden. „Damit verteilen sich die Reiterinnen und Reiter auf mehr Turniere als noch vor Jahren“, erklärt ein Vorstandsmitglied. Dadurch lässt sich auch erklären, dass das Turnier auf zwei Veranstaltungstage reduziert wurde. Dennoch behält das Pfingstturnier seine Attraktivität.
Sportlich gesehen werden Prüfungen bis zur Klasse M sowohl bei den Springen als auch in den Dressuren angeboten. Dabei kommt der Nachwuchs keinesfalls zu kurz, denn der kann sich im Reiterwettbewerb einem großen Publikum stellen. Nach den reiterlichen Wettbewerben am Sonntag gibt es ein unterhaltsames Programm zunächst mit Reitern der Showgruppe „Magic Light in the Dark“. Elegante Barockreiter werden in prachtvollen Kostümen dem Publikum faszinierende Zirzensikvorführungen bieten. Nach dem spektakulären Fackelspringen steigt die große Reiterparty mit bekannten Discjockeys. Der Eintritt ist frei.
Starke Konkurrenz aus dem Saarland
Gleich zwei Prüfungen der Klasse M gibt es bei den Dressurwettbewerben. Dies sind die Amateur-Dressurprüfung mit Trense und die Dressurprüfung mit Kandare. In beiden Prüfungen geht Sandra Schilling aus Kaiserslautern-Erfenbach an den Start, die für den Reit- und Fahrverein Lautertal Katzweiler aktiv ist. In beiden Klassen muss sie sich einer starken Mannschaft aus dem Saarland stellen. In der Dressurprüfung gehören Xenia Kaehl-Schmidt aus Schellweiler von der Reit- und Fahrgemeinschaft Ilsenhof bei Beckingen, Susanne Ludwig aus Kaiserslautern von der Dressursportgemeinschaft Bliesgau und Luis Moser aus Jettenbach von der Reitsportgemeinschaft Barbarossa zum Kreis der Favoriten.
Mit 23 Nennungen ist die Punktespringprüfung der Klasse L mit Joker recht gut besetzt. Entsprechend groß ist der Favoritenkreis. Dazu zählen Christina Kuhn aus Katzweiler von der CJD-Sportgemeinschaft Wolfstein und Celina Wilz vom Reit- und Fahrverein Haidehof bei Kirchheimbolanden. Christina Kuhn zählt auch in der Zeitspringprüfung der Klasse L neben Ida Fischer vom Pfälzischen Pony-, Reit- und Fahrverein Thaleischweiler-Fröschen zur Favoritin.
Fackelspringen als Höhepunkt
Die höchste Klasse wird am Sonntag ab 18.30 Uhr geritten, die Springprüfung der Klasse M. 14 Reitpaare sind gemeldet. Darunter gehören Karsten Schäfer vom Reitsportverein Käshofen, Xenia Kaehl-Schmidt aus Schellweiler, Meike Müller vom Reit- und Fahrverein Zweibrücken sowie Steffen Schmalenberger von der Reitsportgemeinschaft Barbarossa zum Kreis der Sieganwärter.
Ein sportlicher wie auch gesellschaftlicher Höhepunkt ist das Fackelspringen zum Abschluss am Sonntag ab 21.30 Uhr. Die Hindernisse auf dem Reitplatz sind durch Fackeln beleuchtet und dieser ist rundherum dicht bevölkert von Besuchern. 14 Reitpaare haben ihre Teilnahme am Fackelspringen bekundet. Das Springen ist auch für die Pferde eine Besonderheit und eine Herausforderung, die sich schwer einschätzen lässt. Letztlich ist jeder fehlerfreie Ritt ein Erfolg.
Zeitplan
Samstag, 23. Mai: 7.30 Uhr Gewöhnungs-Spring-Leistungsprüfung; 8 Uhr: Reitpferdeprüfung; 8.45 Uhr. Springpferdeprüfung A; 9.15 Uhr: Dressurpferdeprüfung A; 10 Uhr: Springreiter-Wettbewerb; 10.45 Uhr: Amateur-Dressurprüfung A; 11.15Uhr: Stilspring-Wettbewerb; 12 Uhr: Dressurprüfung A **; 12.30 Uhr: Amateur-Stilspringprüfung A; 13 Uhr: Dressurprüfung L mit Trense; 13.45 Uhr: Amateur-Springprüfung A; 14.45 Uhr: Führzügel-Wettbewerb; 15.45 Uhr: Springprüfung A **; 16 Uhr: Dressurprüfung M mit Kandare; 17 Uhr: Punktespringprüfung L mit Joker; 18.30 Uhr: Zeitspringprüfung L.
Sonntag, 24. Mai: 9 Uhr: Dressurreiter-Wettbewerb; 9 Uhr: Springpferdeprüfung A **; 10 Uhr: Dressur-Wettbewerb; 10 Uhr: Springpferdeprüfung L; 11 Uhr: Reiter-Wettbewerb „Schritt-Trab-Galopp“; 11.15 Uhr: Stilspring-Wettbewerb; 12.15 Uhr: Dressurprüfung A; 12.45 Uhr: Springprüfung A; 13 Uhr: Dressurreiterprüfung L mit Trense; 14 Uhr: Amateur-Stilspringprüfung L; 15 Uhr: Amateur-Dressurprüfung M mit Trense; 15.15 Uhr: Springprüfung L mit Siegerrunde; 16.30 Uhr: Dressurprüfung M mit Kandare; 16.45 Uhr: Stilgeländeritt; 18.30 Uhr: Springprüfung M; 21.30 Uhr: Fackelspringen.