Kaiserslautern Martinskerwe: Lacher bei der Kerweredd
Mit vielen Gästen über die Pfarreigrenzen hinweg und mit Freunden aus der Partnergemeinde in Shangi/Ruanda und Brandenburg feierte die Gemeinde St. Martin gestern, am ersten Sonntag im September, traditionell ihre Martinskerwe.
Bunte Fähnchen und ein schmucker Kerwestrauß zierten den Eröffnungsgottesdienst und die mit Zelten, Verkaufsständen und Sitzgarnituren herausgeputzte Pfarrwiese. In seiner Predigt ermunterte Pfarrer Andreas Keller die Menschen, sich in der Pfarrei Heiliger Martin willkommen zu fühlen, das Gefühl zu haben, dazu zu gehören, sich wohl zu fühlen. Dazu lade die Martinskerwe förmlich ein. Jesus sende uns hinauszugehen und Menschen für ihn zu gewinnen. Das sei Mission, der einzige Weg, eine Gemeinde nach dem Ende der Volkskirche zum Wachsen zu bringen, sagte Keller. „Dabei werden wir nicht immer der reinen Lehre folgen, denn die Barmherzigkeit Gottes ist größer als die reine Lehre und jedes Gesetz“, so der Pfarrer. Mit Trommelwirbel von Studierenden aus Ruanda, mit lautstarken Rufen „Wemm is die Kerwe“ der Straußjugend und guten Wünschen für ein schönes Fest des Beigeordneten Peter Kiefer wurde die Martinskerwe nach dem Gottesdienst offiziell auf der Pfarrwiese eröffnet. Jerome Scheid von der Katholischen Jugend hatte die Lacher beim Vortragen der Kerweredd auf seiner Seite. Auch wenn sich die Sonne nicht so richtig hinter den Wolken zeigte, beim Konzert des Kolpingblasorchesters Kaiserslautern, bei Erbsensuppe und Gaumenfreuden aus der asiatischen Küche ließen es sich die Besucher gutgehen. Willkommen waren am späten Nachmittag Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsident Christian Schad mit einer Delegation aus dem ökumenischen Gottesdienst anlässlich des 200. Kirchenjubiläums der Protestanten in der Kaiserslauterer Stiftskirche.