Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Luca Steinführers steiler Weg beim TuS

Stimmung in der Halle: Beim Heimspiel am Freitag hofft der TuS wieder auf jede Menge Zuschauer.
Stimmung in der Halle: Beim Heimspiel am Freitag hofft der TuS wieder auf jede Menge Zuschauer.

Der TuS Dansenberg möchte seinen jüngsten Aufwärtstrend am Freitag (20 Uhr) in eigener Halle fortsetzen. Mit dem VfL Gummersbach II gibt eine junge Mannschaft ihre Visitenkarte ab, die bislang eine überzeugende Runde spielt.

Die Zweitvertretung des bekannten Traditionsvereins aus der Nähe von Köln belegt mit einer Bilanz von sechs Siegen bei zwei Niederlagen den dritten Tabellenplatz. Die Mannschaft steht somit dort, wo auch der TuS Dansenberg am Ende der Saison gern stehen würden, nämlich im oberen Tabellendrittel. Nach dem holprigen Saisonstart, der von hohen Auswärtsniederlagen geprägt war, hat sich die vom Verletzungspech verfolgte Mannschaft von Trainer Frank Müller inzwischen konsolidiert und kann ein ausgeglichenes Punktekonto vorweisen. Das Team um Spielmacher Jan Claussen ist seit drei Partien ungeschlagen und konnte seinen Vorsprung auf die Abstiegszone durch den jüngsten Auswärtssieg bei Aufsteiger HSG Pohlheim ausbauen.

Der Volltreffer

Mit sieben Toren avancierte Luca Steinführer beim wichtigen 28:21-Erfolg zum besten Schützen. Die Nachverpflichtung des Rechtsaußen, der erst Ende September zum Team stieß, erwies sich bislang für beide Seiten als Volltreffer. Obwohl der 25-Jährige bis zu seinem Wechsel in die Westpfalz zuvor nie höherklassig am Ball war, hat er sich in Windeseile akklimatisiert. Der gebürtige Wormser gilt als wissbegierig, gibt auch im Training Vollgas.

„Ich wurde gut aufgenommen und es hat vom ersten Tag an sehr viel Spaß gemacht. Als ich in Dansenberg unterschrieben habe, war ich als Backup von Fabian Serwinski eingeplant. Mit so viel Spielzeit, wie ich sie aktuell bekomme, hätte ich nie gerechnet“, räumt Steinführer ein.

„Ein Vertrauensbeweis“

Der Kontakt in die Westpfalz kam über TuS-Kapitän Sebastian Bösing zustande, der ebenfalls aus Worms stammt. Sein Vater, Dieter Bösing, trainierte einst die TG Osthofen, wo Steinführer vor seinem Wechsel zur HSG Worms unter Vertrag stand. „Ich hatte auch vorher schon Angebote aus der Dritten Bundesliga, die ich entweder nicht annehmen konnte oder wollte. Die Ambition, höher zu spielen, war aber da“, erläutert der Rechtshänder. „Dass ich gegen Pohlheim auf Halbrechts spielen durfte, ist ein großer Vertrauensbeweis von Trainer Frank Müller. Die Qualität ist in der Dritten Bundesliga in allen Bereichen höher, auch die Torhüter sind durchweg stärker. Man muss sich jeden Treffer hart erarbeiten“, betont der letztjährige Torschützenkönig der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.

Das Verletzungspech der beiden Rückraumspieler Torben Waldgenbach und Jonas Dambach, die beide noch mehrere Wochen ausfallen, hat dazu geführt, dass Steinführer früher als geplant viel Verantwortung übernehmen darf. „Ich habe sechs Jahre lang in der Oberliga gespielt. Das hier beim TuS Dansenberg ist schon ein Qualitätsunterschied. Ich spiele hier mit einem ehemaligen Bundesligaspieler wie Gunnar Dietrich zusammen“, sagt der gelernte Rechtsaußen, dessen Traum nun in Erfüllung zu gehen scheint.

Mit Mihael Ivanov steht ein weiterer Neuzugang fest. Der bulgarische U20-Nationalspieler trainiert seit zehn Tagen mit und hat einen Vertrag bis zum Ende der Saison unterschrieben. Der 1,95 Meter große Rechtshänder ist im linken Rückraum zuhause.

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