Kaiserslautern Liebeserklärung an die Bahn

Erinnerte an frühere Zeiten: das Rennen der B-/C-Klasse im Eichwaldstadion Schopp.
Erinnerte an frühere Zeiten: das Rennen der B-/C-Klasse im Eichwaldstadion Schopp.

Auch wenn die Radrennbahn im Eichwaldstadion nicht mehr dem internationalen Standard des Bahnradsports entspricht, erfreut sich das Oval großer Beliebtheit. Am Samstag beim Radkriterium waren beide Rennklassen ausgebucht, und die Sieger lobten die idealen Bedingungen vor malerischer Kulisse. Über diese positive Resonanz freute sich auch Hartmut Gundacker, der Organisationschef mit seinem Team, das stets für den Fortbestand gekämpft hatte. Ein Ende scheint keinesfalls in Sicht zu sein.

Das Rennen erinnerte an die Glanzzeiten im Eichwaldstadion, wo über die Pfingstfeiertage die internationalen Pedaleure des Bahnradsports zu Gast waren: strahlender Sonnenschein, zahlreiche Zuschauer und spannende Sprints auf dem 450 Meter langen Oval. Der kleine Unterschied war diesmal, dass ausschließlich Straßenradcracks mit ihren Straßenmaschinen am Start waren. Keine starre Nabe und ohne Bremsen, wie auf der Bahn üblich, dennoch boten die jeweils 40 Akteure spannende Sprints und versuchten mit so manchen Fluchtversuchen, zu Rundengewinnen zu kommen. Da musste die Jury hellwach sein, um den jeweils Führenden im Auge zu behalten. Besonders heiß auf den Sieg im Hauptrennen des Tages, der B-/C-Amateure über 140 Runden waren die beiden Akteure Marc Wunderlich und Joshua Asel aus dem Team Erdinger Alkoholfrei. Das hatte Gründe: Wunderlich benötigte noch einen Sieg und Asel eine weitere Platzierung zum Aufstieg in die A-Klasse. So waren die beiden im blau-weißen Trikot des Bierbrauers auch die aktivsten Akteure im 40-köpfigen Peloton. Sie suchten früh die Überrundung und waren auch in den Wertungssprints meist ganz vorne zu finden. „Das hat heute gut harmoniert, mir liegt auch die Bahn“, meinte Wunderlich, der nach 140 Runden in Siegerpose über den Zielstrich fuhr. Der gelernte Zweiradmechaniker ist aber auch kein Unbekannter im Bahnradsport und hatte so auch keine große Mühe. Der in Stuttgart lebende B-Fahrer war schon vor drei Jahren in Schopp erfolgreich. „Ich mag diese Bahn, sie ist einfach schön zu fahren“, meinte der 29-Jährige. Und sein Teamkollege Asel, der mit 36 Punkten nur vier Zähler weniger als Wunderlich hatte, musste sich mit dem fünften Platz zufriedengeben. Der Grund: Während die vier Erstplatzierten gar zwei Rundengewinne auf ihrem Konto hatten, schaffte er es nur einmal, das komplette Feld zu überrunden. Das gelang auch James Dolt (FV Olympia Ramstein), der am Ende Platz acht schaffte, während sein Teamkollege Jens Kreuzer mit drei Zählern direkt dahinter folgte. Ergebnisse Rennen der Senioren über 80 Runden: 1. Erik Danner (Rad Team Danner), 2. Martin Neffgen (Team Drinkuth-Abus), 3. Stefan Steiner (Team Drinkuth-Abus), 4. Markus Bandura (RC Silberpils Bellheim), 5. Franz Tobaschus (KMO Cycling Masters), 6. Ernst Hesselschwerdt (RC Silberpils Bellheim), 7. Thomas Tantz (Pure White il-Diavolo), 8. Uwe Friedrich (Team Köstritzer), 9. Frank Stühn (RSC Betzdorf), 10. Torsten Schätzlein (RV Hochheim) Rennen der B-/C-Klasse über 140 Runden: 1. Marc Wunderlich (Team Erdinger Alkoholfrei), 2. Finn Brestel (Avia Racing Team), 3. Alexander Boos (RTC Weiße Wölfe Merzig), 4. Matthew Lee Franks (RIG Vorderpfalz), 5. Joshua Asel (Team Erdinger Alkoholfrei), 6. Johannes Schuhmacher (RC Möwe Mönchengladbach), 7. Rafael Dollt (RV Olympia Ramstein), 8. Joshua Dohmen (Avia Racing Team), 9. Jens Kreuzer (RV Olympia Ramstein), 10. Pascal Schönberner (RC Silberpils Bellheim).

x