Kaiserslautern Liebenswerter Landstrich

Immer öfter ist davon die Rede: Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Verunsicherung greift um sich, Besorgnis nimmt zu. Oder täuscht das nur ob der enormen Informationsflut, die dank moderner Technik zunehmend Einzug hält? Ohne Zweifel aber spielt auf der Suche nach der Normalität, nach Halt im Alltag das persönliche Lebensumfeld eine bedeutende Rolle. Wer seine Heimat in der Westpfalz hat, der weiß: Hier ist ein kleines Stückchen Welt noch weitgehend in Ordnung.
Dies verdanken die Westpfälzer aber zu einem großen Teil sich selbst. Denn schließlich sind es die Menschen, die ihre Umgebung zu dem gemacht haben, was sie ist: ein liebenswerter Landstrich, in dem es sich zu leben lohnt. Daran wird auch fleißig weiter gestrickt: Die Zukunft zu gestalten, das beginnt schließlich vor der eigenen Tür. Die Sorge, abgehängt zu werden, als „Hinterpfalz“ in purer Bedeutungslosigkeit zu versinken, die ist zweifelsohne unbegründet. Weil dieses Schreckgespenst schon seit Jahrzehnten beschworen wird, die Schwarzmaler aber nie recht behalten haben. In den vergangenen Jahren hat auch in den Landkreisen Kaiserslautern und Kusel die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze merklich zugenommen. Da profitiert die ländlich geprägte Gegend sicherlich von der Westpfalz-Metropole, von der positiven Entwicklung Kaiserslauterns: Wo einst vor allem die metallverarbeitende Industrie den Menschen Lohn und Brot garantierte, sind heute Universität und Hochschule sowie einige namhafte und bedeutende wissenschaftliche Institute Motoren nachhaltiger Entwicklung – und gleichsam Job-Maschinen. Und weil Ausgründungen auch rund um Kaiserslautern wachsen und neue Arbeitsplätze bringen sowie in praktisch jeder Verbandsgemeinde neue Gewerbeflächen ausgewiesen werden, brauchen die Westpfälzer auch in wirtschaftlicher Hinsicht nicht allzu düster in die Zukunft zu blicken. Was die Westpfalz ebenfalls seit Jahren prägt, ist der Freizeitwert einer durchaus reizvollen Gegend. Da hat der ländliche Raum um Glan und Lauter doch so einiges zu bieten. Sind eher die Einheimischen geneigt, ihre heimatlichen Gefilde als allzu ruhig und fad zu finden, so können Besucher der Landschaft vieles abgewinnen. Nicht von ungefähr zieht es immer wieder Ausflügler her, die dann auch gern die Gegend loben. „Paradies für Wanderer“ ist so ein Etikett, das gern Verwendung findet. In der Tat: Auf diese Stärke besinnt man sich auch. Immer mehr Premium-Wanderwege werden angelegt und über regionale Grenzen hinaus angepriesen. Eine Gelegenheit, solche zu erkunden und wundervolle, selbst vielen Einheimischen unbekannte Weitblicke zu genießen, bietet beispielsweise die Kulinarische Panorama-Wanderung am 7. Mai im Oberen Glantal. Die ist eins der vielen Themen auf den folgenden Seiten. Sie sollen einen kleinen Eindruck davon vermitteln, wie es um die Westpfalz bestellt ist. Die Einblicke sollen auch davon zeugen, wie facettenreich das Leben in der Westpfalz ist – und wie sich Menschen erfolgreich mühen, diesen Landstrich lebenswert zu gestalten. |cha