Kaiserslautern Letztes Saisonspiel unter keinem guten Stern

Am letzten Spieltag der Ersten Basketball-Regionalliga Südwest musste sich der 1. FC Kaiserslautern am Samstag in Koblenz bei den Lützel-Baskets nach schwacher erster Halbzeit mit 87:116 (33:61) geschlagen geben. Er beschließt die Saison auf dem fünften Tabellenplatz.
„Die drei Niederlagen in Folge zum Abschluss sind zwar ärgerlich, dennoch haben wir unser Saisonziel erreicht“, schlug FCK-Coach Jan Christmann trotz der deutlichen Pleite versöhnliche Töne an. „Wir haben bis zum Erreichen des Klassenerhalts am absoluten Limit gespielt, konnten zuhause sogar den Meister aus Karlsruhe schlagen. Wenn wir weiter nach oben schauen wollen, müssen wir uns jedoch strukturell verändern, da die Liga nächstes Jahr noch stärker wird. Koblenz und Schwenningen werden sich weiter verstärken“, prognostizierte Lauterns Trainer. Das Ziel, im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren, wurde mit einer Bilanz von 15 Siegen bei zehn Niederlagen souverän erreicht. Dass man beim ehemaligen Zweitligisten, der einst sogar an das Tor zur Ersten Bundesliga klopfte, insgeheim von höheren Weihen träumt, ist kein Geheimnis. Dass in den Regionalligen bei einigen Teams schon mit vergleichsweise hohen Etats gearbeitet wird, auch nicht. Ohne eine Aufstockung des Budgets seitens des Hauptvereins oder die Gewinnung eines externen (Groß-) Sponsors ist an eine Rückkehr in den professionellen Basketball vorerst nicht zu denken. Das letzte Saisonspiel beim selbsternannten Aufstiegskandidaten in Koblenz stand für die Westpfälzer von Beginn an unter keinem guten Stern. Ohne Christopher Bolton, den beruflich verhinderten Dreier-Spezialisten Mirko Damjanovic und die beiden verletzt fehlenden Nachwuchsspieler Fabian Leis und Marcel Wallney fehlten Lauterns Trainer wichtige Wechselmöglichkeiten. „Wir waren körperlich unterlegen. Als die Koblenzer dann von der Dreierlinie heißliefen, hatten wir keine Chance mehr“, analysierte Christmann. Die Hausherren ließen von Beginn an keine Zweifel daran aufkommen, dass sie sich unbedingt mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden wollten. Angetrieben vom bärenstarken Leslie Boyce, der ein überragendes Spiel machte, übernahm Koblenz das Kommando und brannte bereits im ersten Viertel ein Offensivfeuerwerk ab (30:16/10.). Am Ende standen für Boyce 23 Punkte, 13 Rebounds und zehn Korbvorlagen und somit ein extrem seltenes „Triple-Double“ – zweistellige Werte in drei Kategorien – zu Buche. Die Hausherren trafen aus allen Lagen und ließen den Roten Teufeln nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. „Koblenz hat von außen extrem gut getroffen und war auch aus der Mitteldistanz sehr sicher“, betonte Lauterns Trainer, dessen Team schon zur Halbzeit aussichtslos zurücklag (33:61/20.). Nach dem Seitenwechsel kamen die nur zu siebt angetretenen Lauterer besser ins Spiel, und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Richtig gut in Form präsentierte sich neben Topscorer Waldemar Nap (27 Punkte) vor allem Thomas Erb, der 20 Punkte erzielte und neun Rebounds holte. „Beide haben offensiv eine sehr starke Vorstellung gezeigt“, lobte Christmann. Auch Cedric Thomas (19) und Gergely Hosszu (12) trafen zweistellig, konnten die deutliche Niederlage aber nicht verhindern. So spielten sie 1. FC Kaiserslautern: Nap (27), Erb (20), Thomas (19), Hosszu (12), Schulze (5), Herzog (2), Enders (2).