Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel KSK glückt Revanche – noch ein Sieg bis zur Spitze

Am Ball: Ulf Feddeck vom Kaiserslauterer SK.
Am Ball: Ulf Feddeck vom Kaiserslauterer SK.

Der Traum lebt weiter für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs. Das Titelrennen wird im letzten Spiel entschieden.

Die KSK-Spieler sind in ihrem vorletzten Saisonspiel gestrauchelt, aber nicht gestürzt. Beim 22:13 (4:4/6:3/7:3/5:3) gegen den SC Neustadt II benötigten die Krokodile eine lange Anlaufzeit, bis sie zu ihrem Spiel fanden, gewannen am Ende aber souverän. Bei noch einer ausstehenden Partie und nur drei Zählern Rückstand auf Tabellenführer SV Friedrichsthal I dürfen die Lauterer weiter von der Meisterschaft in der Gruppe A der Regionalliga Südwest träumen.

Fast jeder Wurf ein Treffer

„Was ist denn hier los?“, fragte sich so mancher der erneut zahlreichen Zuschauer im Monte Mare nach der Hälfte des ersten Spielviertels. Ein fast schon beängstigendes „0:3“ stand zu diesem Zeitpunkt auf der Anzeigetafel. Die nur zu neunt angereisten Neustadter (darunter drei U16- und drei U18-Akteure) hatten den Krokodilen bis dahin in puncto Effizienz eine Lehrstunde erteilt, denn während beim KSK vorne nichts zusammenlief, war bei den Gästen fast jeder Wurf ein Treffer. Erst nach fünf Minuten gelang den Hausherren ihr erstes Tor, das der SCN jedoch postwendend mit dem 4:1 beantwortete. Als Trainer Karsten Schöniger Auswechslungen vornahm, kam sein Team besser in die Partie. „Die zweite Garde hat sich eindrucksvoll bewiesen und den Stammspielern gezeigt, wie es geht“, fasste der Coach die wichtigen Minuten vor der ersten Pause zusammen. Diese nutzten die Krokodile nämlich, um innerhalb von 111 Sekunden einen Dreierpack zu schnüren und zum 4:4 auszugleichen.

„Wir sind wieder am Ausgangspunkt“, stellte Schöniger fast schon erleichtert fest und forderte für die kommenden Viertel „noch mehr Konzentration“ ein. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten agierten nun auch die ersten Sieben so, wie es von Beginn an geplant war: Dank mannschaftlicher Geschlossenheit in der Abwehr und individuellen Geistesblitzen im Angriff erzielten sie innerhalb von drei Minuten vier Treffer in Folge und gingen mit einem 10:7 Vorsprung in die Halbzeit.

Krokodile legen nach

Nach dem Seitenwechsel setzten die Krokodile die Forderung „nicht nachzulassen“ weiter um. Mit sieben Toren bei nur drei Gegentreffern hatten sie beim Spielstand von 17:10 die Partie praktisch vor dem Schlussabschnitt entschieden. Wobei es für die Krokodile Mitte des dritten Viertels auch deswegen einfacher wurde, weil Neustadts Goalgetter wegen „Meckerns“ vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Spannung war in den letzten acht Minuten also nicht mehr angesagt. Da sich die Gäste neben viel Schiedsrichterschelte doch aufs Wasserballspielen konzentrierten, war es bis zum Abpfiff eine ansehnliche Partie, die mit 22:13 vielleicht etwas zu deutlich ausfiel, allerdings völlig verdient an den KSK ging.

„Ich war zugegebenermaßen selbst etwas überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit uns die sogenannten ,Ersatzspieler’ heute zurück in die Partie gebracht haben. Danach war es eine tolle, geschlossene Mannschaftsleistung“, zollte der Trainer seinem Team Respekt. Jens Feddeck mit neun und Jacob Schirra mit vier Treffern hatten zwar augenscheinlich das Spiel fast alleine entschieden – neben der besonderen Würdigung der „zweiten Reihe“ ging ein Sonderlob des Coaches jedoch an Dirk Feddeck, der „den Laden mit seiner Erfahrung und Übersicht perfekt geführt hatte“.

Am Freitag steht die finale Partie der Saison 2024/2025 auf dem Programm. Bei der Zweitligareserve des WSV Ludwigshafen heißt es dann ein letztes Mal für diese Spielzeit: „Siegen oder Vizemeister.“

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