Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Krokodile wollen Vereinsgeschichte schreiben

Die Meistermannschaft der Wasserballer des KSK von 2010.
Die Meistermannschaft der Wasserballer des KSK von 2010.

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben das Ende der Saison 2024/2025 und ihr ganz großes Ziel unmittelbar vor Augen: den Titel.

In der allerletzten Begegnung der Regionalliga Südwest müssen die Krokodile am Freitag (19.45 Uhr, Freibad Willersinn) bei der Zweitligareserve des WSV Vorwärts Ludwigshafen ran. Und wieder ist ein Sieg nach regulärer Spielzeit Pflicht, um die Meisterschaft noch zu erringen. Ziemlich genau einen Monat ist es her, dass die Lauterer im Hinspiel beim SC Neustadt II ihre erste Saisonniederlage hinnehmen mussten. Und obwohl in der anschließenden, ellenlangen Mannschaftsbesprechung, die schon fast in eine Krisensitzung ausartete, keine definitive Ursache dafür benannt werden konnte, wurde offensichtlich seitdem an den richtigen Stellschrauben gedreht. Schon damals war klar: Will man den zu diesem Zeitpunkt an der Tabellenspitze weit enteilten SV Friedrichsthal noch einholen, wären dazu fünf Siege aus den letzten fünf Partien nötig. Vier davon hat der KSK bereits eingefahren und dabei vor allem beim 10:7 gegen Friedrichsthal und beim 22:13 im Rückspiel gegen Neustadt geglänzt.

Schaffen sie das Double?

Da die Krokodile gegen Worms (20:11) und Trier (18:10) ebenfalls nichts anbrennen ließen, fehlt nun also nur noch ein einziger Erfolg, um auf den letzten Drücker die Tabellenführung zu übernehmen und die Meisterschaft zu erringen. Die wäre nicht nur deswegen etwas ganz Besonderes, weil es den Krokodilen bislang überhaupt erst einmal gelang, den Titel in der höchsten südwestdeutschen Spielklasse einzufahren, was mittlerweile aber auch schon wieder 15 Jahre her ist. Da die Lauterer Reserve im Mai in der B-Gruppe der Regionalliga ebenfalls Meister wurde, wäre es für den KSK zudem auch das erstmalige Meisterschafts-Double. Mit Frank Dick, Dirk und Ulf Feddeck, sowie Stefan Stranz sind vier Akteure, die 2010 die Kombination aus Meisterschaft und Pokalsieg geholt hatten, noch immer am Start und nicht nur für sie würde sich ein Kreis schließen: Die finale Partie fand damals ebenfalls in Ludwigshafen statt – die Krokodile gewannen mit 8:7 und wurden Meister der da noch „Oberliga“ genannten, dritthöchsten deutschen Liga.

Ein gutes Omen also für die Lauterer, die sich von der aktuellen Verfassung des WSV 2, der auf den vorletzten Rang durchgereicht wurde und am Montag ein deutliches 4:23 in Neustadt einstecken musste, allerdings nicht blenden lassen dürfen. Denn dass es die Rheinstädter je nach Kaderbesetzung auch ganz anders können, zeigten sie nicht nur bei ihren beiden Siegen gegen den noch amtierenden Meister SSV Trier oder dem Hinspielerfolg gegen Neustadt, sondern auch bei den zwei knappen Niederlagen gegen Spitzenreiter Friedrichsthal. In der Hinrunde besiegte der KSK „Vorwärts“ recht souverän mit 17:6 und führte bereits zur Halbzeit mit 10:1. Ein Spielverlauf, den man sich im Lager der Krokodile für die letzte Partie der Saison 2024/2025 wünschen würde, damit von Beginn an erst gar keine Nervosität aufkommen kann.

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