Kaiserslautern Krokodile wollen Minimalchance nutzen

Heute beginnt für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs die Schlussphase der Saison 2013/2014 mit vier Pflichtspielen innerhalb von zwei Wochen.
Erster Gegner ist mit dem WSV Vorwärts Ludwigshafen II der amtierende Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, der allerdings nur noch theoretische Chancen auf die Titelverteidigung hat. Spielbeginn im Sprungbecken des Warmfreibades ist um 18.30 Uhr. Viermal müssen die Lauterer Wasserballer noch ran – dreimal heißt der Gegner „WSV Vorwärts Ludwigshafen“. vor dem Aufeinandertreffen am 13. Juli im südwestdeutschen Pokal und am 16. Juli in der Oberliga bei der dritten Mannschaft der Rheinstädter empfangen die Krokodile die erste Reserve des Zweitligisten zum Ligaspiel. Dabei gibt nicht nur der amtierende Meister seine Visitenkarte im Warmfreibad ab, sondern auch das Team, das in den letzten Jahren die höchste südwestdeutsche Spielklasse dominiert hat und seit dem überraschenden Titelgewinn der Krokodile im Sommer 2010 drei Meisterschaften in Folge feierte. Dass eine vierte folgen wird, ist zwar theoretisch möglich, jedoch hat man mit 6:4 Zählern schon vier Minuspunkte Rückstand gegenüber dem Tabellenführer SC Neustadt II (12:0), der zudem auch ein um 29 Treffer besseres Torverhältnis vorweisen kann. Die Rheinstädter greifen also praktisch nach dem letzten Strohhalm in Richtung Titel, müssen aber auch mit einem Auge nach unten blicken, denn der drittplatzierte KSK hat ebenfalls 6:4 Punkte auf dem Konto. So schielt man bei den Krokodilen natürlich auch ein wenig nach oben, allerdings lautet die oberste Devise, den Bronze-Platz gegenüber Ludwigshafen III abzusichern, das auf Rang vier in Lauerstellung liegt. Nicht nur weil man in der Tabelle eng beisammen liegt, ist die Favoritenrolle schwer zu verteilen – vor allem die Leistungsschwankungen der Ludwigshafener Teams machen eine Prognose schwierig. Der WSV II brachte beispielsweise trotz einer spärlich besetzten Ersatzbank den SC Neustadt II in der Vorrunde an den Rand einer Niederlage – andererseits musste man sich vor drei Wochen im Heimspiel einem ebenso dünnen Kader der Neustadter mit 10:17 beugen. Und die dritte Mannschaft vom Rhein konnte am vergangenen Montag drei Viertel lang an der Weinstraße blendend mithalten, obwohl sie nur zu siebt angereist war. Das wird der zweiten Mannschaft des WSV wohl nicht passieren. Und die Lauterer werden am Montag voraussichtlich personell aus dem Vollen schöpfen. Unabhängig von den Aufstellungen hat der KSK gegen Ludwigshafen II einiges gutzumachen, denn im Hinspiel musste er eine 3:15-Niederlage einstecken. Zuletzt zeigte die Leistungskurve der Krokodile jedoch nach oben, sodass man zumindest mit einem Teilerfolg liebäugelt. Der würde zum Festigen des dritten Platzes reichen und die Möglichkeiten auf mehr offen halten. (sts)