Kaiserslautern Krokodile unterliegen dem Tabellenführer

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Jetzt hat es auch die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs erwischt: Mit 2:4 (0:2/1:0/0:1/ 1:1) unterlagen sie am Samstag dem amtierenden Meister und aktuellen Tabellenführer der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, SC Neustadt II.

Es war eine unnötige Niederlage, denn Möglichkeiten, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen, hatte der KSK mehr als genug. Im Vergleich zur Spielanalyse von vor zehn Tagen nach dem 14:11 beim WSV Ludwigshafen, zeigte sich Trainer Phil Lane gelassener und ruhiger. Nicht dass er die Niederlage einfach akzeptiert, weil vorhergesehen hätte – vielmehr hatte er einen ordentlichen Auftritt seines Teams im ungewohnt großen Becken des Neustadter Stadionbades gesehen. „Aus meiner Sicht hatten wir mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz und mehr Großchancen als Neustadt – wir haben aber kein Kapital daraus geschlagen“, gab der Coach zu Protokoll und hatte insbesondere das Überzahlspiel als entscheidenden Faktor ausgemacht. Alleine im ersten Viertel bot sich den Krokodilen gleich viermal die Chance, nach einer Hinausstellung gegen die Gastgeber 20 Sekunden lang mit einem Akteur mehr zu spielen – keine einzige dieser Situationen konnte der KSK nutzen. Und dann waren noch die weiteren hochkarätigen Möglichkeiten, die sich die Krokodile herausspielten, aber kläglich vergaben. Die Neustadter, mit insgesamt fünf Akteuren angetreten, die zuvor noch im Kader der Bundesligamannschaft standen, machten es cleverer. Zwar zeigten sie sich in Überzahl ähnlich schwach wie die Lauterer, konnten den glänzend aufgelegten KSK-Schlussmann Frank Dick dafür aber schon im Startviertel mit zwei direkt verwandelten Freiwürfen aus der Distanz überwinden. Lane hatte vor der Partie von seinem Team gefordert, keinen übergroßen Respekt vor dem Gegner zu zeigen sowie an die eigenen Stärken zu glauben. Das bekräftigte er in der Halbzeitpause erneut, denn beim Stand von 1:2 aus Lauterer Sicht (Dirk Feddeck, 15. Minute) war alles noch offen. Das war auch acht Minuten später der Fall, auch wenn Neustadt bis dahin den Vorsprung wieder auf zwei Tore ausgebaut hatte. Besonders ärgerlich an diesem Gegentreffer: Er entstand nach einer Überzahl-Situation für die Krokodile, die den Ball aber vertändelten und den SCN II zum Kontern einluden. Die abgezockten Gastgeber – bei denen alle Treffer durch die Bundesliga-Ersatzleute erzielt wurden – ließen sich dieses Geschenk zum 3:1 nicht entgehen. Zwei Minuten nach Wiederbeginn hätte dies schon Makulatur sein können, denn alleine in den ersten 120 Sekunden des Schlussviertels hatten die Krokodile drei hundertprozentige Möglichkeiten, scheiterten aber am gegnerischen Torwart. Nachdem Dirk Feddeck dann doch endlich den 2:3 Anschlusstreffer erzielen konnte, boten sich dem KSK weitere Chancen zum Ausgleich, aber das Glück und Geschick im Abschluss war an diesem Tag einfach nicht mit den Lauterern. Stattdessen traf Neustadt zwei Minuten vor dem Abpfiff zum 4:2. „Heute war definitiv mehr drin“, trauerte nicht nur Lane einem besseren Ergebnis nach. Sein Team bleibt mit 5:3 Zählern auf Platz vier. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick - Ulf Feddeck, Attila Chouchan, Stefan Raspudic, Melanie Keller, Jens Feddeck, Johannes Bröhl, Alex Lane, Stefan Stranz, Anita Raspudic, Frederik Ramthun, Juan Espinosa, Dirk Feddeck (2). |sts

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