Kaiserslautern Krokodile stecken noch in den Startlöchern

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Auch im zweiten Pflichtspiel der Saison 2014/15 gab es für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs nichts zu holen: Mit 6:15 (0:4/1:2/1:5/4:4) unterlagen sie dem amtierenden Oberliga-Meister SC Neustadt II und verloren damit erstmals seit 28. April 2013 wieder ein Heimspiel.

Die Niederlage ging definitiv in Ordnung, und über die Höhe durften sich die Krokodile, die phasenweise wieder sehr indisponiert erschienen, ebenfalls nicht beschweren. Die erste dieser Phasen begann im Prinzip schon mit dem Anpfiff: Zwar gewannen die Lauterer das Anschwimmen und sicherten sich somit das erste Angriffsrecht, allerdings vertändelte man den Ball leichtfertig, agierte im Rückwärtsgang zu unkonzentriert und musste bereits nach 26 Sekunden das erste Gegentor hinnehmen. Im Folgenden waren es vor allem Fehlpässe und mangelhafte Ballbehandlung, die den KSK immer wieder in die Bredouille brachten. So war es für die Neustadter überaus einfach, den Krokodilen durch eine enge Pressdeckung jeglichen Wind aus den Segeln zu nehmen. Hätten die Gäste nicht bei eigenen Angriffen die Konsequenz vermissen lassen, wären die Lauterer sicherlich mit einem noch höheren Rückstand als 0:4 in die erste Pause gegangen. Zu Beginn des zweiten Viertels begann der SCN, der mit fünf Akteuren antrat, die tags zuvor noch in der Bundesliga eingesetzt wurden, offensichtlich bereits, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. So führte man einen Strafwurf per Rückwärtspirouette aus – traf damit aber nur mittig auf den Körper von Torhüter Frank Dick, was den Gästen lediglich Kopfschütteln der Zuschauer einbrachte und die Lauterer Mannschaft nun endlich ein wenig aus ihrer Lethargie erweckte. Zählbar brachte dies außer dem 1:4 durch Stefan Raspudic zwar nichts, jedoch spielten die Krokodile jetzt viel besser mit, wenngleich man zum Seitenwechsel noch zwei Gegentreffer zum 1:6 einstecken musste. Für die zweite Halbzeit hatte sich der KSK eigentlich vorgenommen, noch mal ins Spiel zurückzukommen. Doch nach 30 Sekunden war das fast schon Makulatur, weil diese halbe Spielminute genau der ersten entsprach: Kaiserslautern entscheidet das Anschwimmen für sich und kann den Angriff nicht sauber beenden – Neustadt kontert und macht nach 27 Sekunden das 1:7. Johannes Bröhl brachte seine Farben im Folgenden zwar nochmals auf fünf Treffer heran, danach traf aber nur noch der Gast, der dadurch mit einem 11:2 Vorsprung in die letzte Pause ging. Auffällig: Analog zum Pokalspiel in Augsburg offenbarten die Krokodile erneut extreme Schwächen im Überzahlspiel und konnten insgesamt nur eine von sieben Hinausstellungen der Neustadter nutzen. Vielleicht wäre es andernfalls zu Beginn des Schlussviertels noch einmal spannend geworden, doch so bedeuteten die beiden Treffer von Stefan Raspudic lediglich eine zwischenzeitliche Ergebniskorrektur zum 4:11, die von der Neustadter Bundesliga-Reserve postwendend mit zwei eigenen Toren beantwortet wurde. Das 5:13 durch Victor Morenas del Poszo und Frederik Ramthuns 6:14 konterte der SCN auch wieder jeweils mit einem eigenen Treffer, sodass der KSK zwar das Schlussviertel unentschieden gestalten konnte, aber mit 6:15 eine empfindliche Niederlage einstecken musste. Somit ist man erstmals seit der Saison 2008/2009 nicht mit einem Sieg in die Oberliga-Runde gestartet, kann dies allerdings bereits in zwei Wochen ausgleichen, wenn man den SV Friedrichsthal im Monte-Mare erwartet. Davor gibt jedoch erst noch die zweite Mannschaft nach zwei Jahren Pause ihr Comeback und trifft am kommenden Samstag – ebenfalls im Sportbecken des Monte-Mare - auf den SSV Trier. (sts)

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