Wasserball
Krokodile nach Sieg alleiniger Tabellenführer
Die erste Mannschaft des Kaiserslauterer SK hat das Spitzenspiel der Regionalliga Südwest für sich entschieden: Mit 10:7 (3:3/1:1/3:1/3:2) behielt der KSK bei Verfolger SV Friedrichsthal I die Oberhand und hat sich im Titelkampf eine optimale Ausgangsposition verschafft. Am Dienstag festigten die Krokodile ihren Vorsprung durch einen Erfolg beim SC Poseidon Worms.
Wieder einmal war die Nervosität beim KSK1 schon im Vorfeld des Spitzenspiels zu spüren – beide Seiten wollten die Partie unbedingt für sich entscheiden. Dies wirkte sich dann auch auf das Geschehen im Wasser aus, wo die zahlreichen Zuschauer zunächst kaum etwas Sehenswertes zu Gesicht bekamen, da beide Teams vor allem im Abschluss extrem unkonzentriert agierten. Erst Mitte des Viertels kam ein wenig „Spitzenspiel-Flair“ auf, als die Gastgeber durch einen Doppelschlag mit 2:0 in Führung gingen und nach dem Lauterer Anschluss auch das 3:1 markierten. Immerhin kam der KSK noch vor der ersten Pause zum 3:3-Ausgleich, benötigte dafür allerdings zwei Strafwürfe – aus dem Spiel heraus lief hingegen fast nichts zusammen.
Krokodile vergeben Fünfmeter
Das sollte sich auch im zweiten Abschnitt nicht grundlegend ändern – vielmehr war es qualitativ sogar ein Rückschritt, was die Akteure boten. Lange Zeit sah es so aus, als sollten der 4:3-Führungstreffer sowie ein vergebener Fünfmeter seitens der Krokodile die einzigen Höhepunkte bleiben, aber kurz vor der Halbzeit kamen die Saarländer doch noch zum Ausgleich.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie allenfalls mittelmäßig. Immerhin fielen wieder mehr Tore – drei davon für die Lauterer, nur eins für Friedrichsthal, sodass der KSK mit einem 7:5 in den Schlussabschnitt ging. Vor allem in der Abwehr zeigten die Krokodile mittlerweile eine sehr starke Leistung, was aufgrund einer etwas ungleichmäßigen Verteilung von Strafzeiten auch bitter nötig war. Während die Gäste nämlich über die komplette Spielzeit kein einziges Überzahlspiel zugesprochen bekamen, hagelte es hinten förmlich Hinausstellungen – insgesamt war der KSK neunmal ein Mann weniger. Sieben abgewehrte Unterzahlspiele sollten letztlich der Grundstein dafür werden, dass die Partie trotzdem erfolgreich gestaltet wurde.
KSK-Verteidigung lässt nichts mehr anbrennen
So zog der KSK zu Beginn des letzten Viertels sogar auf 9:5 davon, ehe kurz der Schlendrian einkehrte und den Gastgebern durch einen unnötigen Strafwurf und einen kapitalen Abspielfehler im Aufbau zwei Tore in Folge ermöglichte. Mit dem 10:7 machte der KSK dann jedoch den Deckel drauf, auch wenn es bis zum Abpfiff bei einer weiteren Hinausstellung und einem erneuten Strafwurf nochmal spannend wurde. Die Lauterer Verteidigung um den starken Torhüter Illia Dmytrieev (der schon seinen zehnten Fünfmeter in dieser Saison parierte) ließ aber nichts mehr anbrennen und brachte den umjubelten Sieg nachhause.
Defensivkonzept trägt Früchte
Auch Trainer Karsten Schöniger lobte insbesondere die Abwehrarbeit und freute sich, dass das in der Vorwoche erarbeitete Defensivkonzept Früchte getragen hatte. Der KSK steht in der Regionalliga-Tabelle vor dem SV Friedrichsthal I und hat die Vizemeisterschaft bereits sicher in der Tasche. Da das ausgesprochene Ziel der Krokodile allerdings die Titelverteidigung ist, gilt es nun vor dem Rückspiel gegen Friedrichsthal (22. Juni im Warmfreibad) die Pflichtaufgaben zu erfüllen.
Pflichtsieg beim Schlusslicht Worms
Die erste davon stand bereits am Dienstag beim SC Poseidon Worms an. Nach einem etwas holprigen Beginn besiegte man das Schlusslicht mit 18:8 (4:2/4:2/3:1/7:3). Die Vorgabe von Trainer Karsten Schöniger an sein Team war eindeutig: Man wollte beim Tabellenletzten von Beginn an konzentriert zur Sache gehen und über viel schwimmerischen Einsatz möglichst früh eine Vorentscheidung herbeiführen. Doch Vorstellung und Wirklichkeit klafften lange Zeit weit auseinander. Erst nach dem Seitenwechsel führte der KSK deutlich mit 11:5. Im Schlussviertel konnten die Krokodile wenigstens im Vorwärtsgang ihren Trainer zufriedenstellen und erzielten sieben Tore. Am Ende siegten sie mit 18:8 und hatten ihre Pflicht erfüllt. Nach dem neunten Sieg im neunten Spiel hat der KSK1 seine Tabellenführung in der Regionalliga Südwest - Gruppe A ausgebaut.
Zumindest zehn Tage lang haben die Lauterer in der Tabelle nun sechs Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten SV Friedrichsthal I. Dieser kann durch Siege gegen Trier und Luxemburg aber am übernächsten Wochenende gleichziehen.