Kaiserslautern Krokodile bleiben in der Erfolgsspur
Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs bleiben in der Erfolgsspur: Mit 10:6 (2:0/5:2/1:2/2:2) behielt man beim zuvor noch verlustpunktfreien SC Neustadt III die Oberhand und schob sich zumindest für eine Woche an der Zweitliga-Reserve von der Weinstraße vorbei auf Rang drei der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.
Dass es nicht das erwartete Spiel „David gegen Goliath“ werden würde, war schon beim Blick auf die Aufstellungen klar: Zwar konnte der KSK tatsächlich wieder nur auf zehn Akteure zurückgreifen, allerdings war auch der SC Neustadt III alles andere als topbesetzt. Gut für die Krokodile, die sich somit einem punktuell verstärkten Jugendteam gegenübersahen. Die Krokodile begannen konzentriert und versuchten die Gastgeber mit einer Pressdeckung möglichst weit vom eigenen Tor fernzuhalten. Mitte des Viertels gelang Dirk Feddeck das 1:0, das Johannes Bröhl in Überzahl auf 2:0 ausbaute. Die wenigen Möglichkeiten, die sich Neustadt bis dahin erspielte, endeten entweder in den Armen der Lauterer Abwehr oder wurden vom erneut glänzend aufgelegten Schlussmann Frank Dick vereitelt. Im zweiten Abschnitt durften die Hausherren zwar zweimal jubeln, allerdings stand in diesem Viertel ein Lauterer Akteur klar im Fokus: Aus dem insgesamt starken Kollektiv stach KSK-Goalgetter Dirk Feddeck eindeutig hervor. Immer wieder nutzte er Unaufmerksamkeiten in der Neustadter Verteidigung und tauchte frei vor dem gegnerischen Tor auf. Hätte er alle seine Chancen verwertet, wäre die Partie schon zur Halbzeit entschieden gewesen, so stand es nach 16 Minuten und fünf Dirk-Feddeck-Treffern in Folge beim Seitenwechsel aber immerhin 7:2. Als er nach Wiederbeginn mit seinem insgesamt siebten Tor das 8:2 erzielte, waren die Weichen zwar auf Sieg gestellt, es waren jedoch immer noch mehr als 13 Minuten zu spielen, und mit der Kondition ließ nun auch langsam die Konzentration der Krokodile nach. Die Angriffe wurden jetzt viel zu bedächtig vorgetragen, die weniger werdenden Großchancen ausgelassen und drei Überzahlspiele blieben ungenutzt, sodass Neustadt bis zum Beginn des Schlussabschnitts auf 5:8 herankam. Als Jens Feddeck eine Hinausstellung gegen Neustadt dann aber blitzschnell bestrafte und Johannes Bröhl wenig später in einem weiteren Überzahlspiel das 10:5 erzielte, war die Begegnung entschieden. Auch wenn beide Seiten noch mehrere Möglichkeiten zu weiteren Treffern hatten, fiel in den verbliebenen viereinhalb Minuten nur noch ein einziges Tor zum 10:6-Endstand aus Sicht des KSK. „Natürlich hatten wir das Glück, dass Neustadt nicht in Bestbesetzung antreten konnte, aber auch die Jugend darf man keinesfalls unterschätzen. Meine Mannschaft hat das heute richtig gut gemacht“, lobte Spielertrainer Stefan Raspudic den Auftritt seines Teams.