Kaiserslautern Kriminalstatistik: Westpfalz ist bei Straftaten fast auf Vor-Corona-Niveau

Der Anteil männlicher Tatverdächtiger betrug im vergangenen Jahr 74 Prozent, der Anteil weiblicher Verdächtiger 26.
Der Anteil männlicher Tatverdächtiger betrug im vergangenen Jahr 74 Prozent, der Anteil weiblicher Verdächtiger 26.

Vor allem Sachbeschädigungen, Beleidigungen, Umweltdelikte, Widerstand gegen und tätliche Angriffe auf die Staatsgewalt sowie Erpressungsdelikte haben im Jahr 2022 in der Westpfalz die Polizei beschäftigt.

Diese „sonstigen Straftatbestände“ (8042 Fälle) sind laut der Polizeilichen Kriminalstatistik des Präsidiums Westpfalz mit fast 26 Prozent der größte Anteil der Straftaten (bei einer Aufklärungsquote von 63,9 Prozent). An zweiter Stelle folgen die „Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“. Sie haben an der Gesamtverteilung einen Anteil von 19,7 Prozent (6116). Hier liegt die Aufklärungsquote bei 90,3 Prozent. An dritter Stelle stehen mit 16,5 Prozent die „Diebstähle ohne erschwerende Umstände“ (5122). Dazu gehören beispielsweise Ladendiebstähle oder auch Diebstähle aus unverschlossenen Fahrzeugen. Bei den Eigentumsdelikten liegt die Aufklärungsquote bei 38,3 Prozent.

2800 mehr Straftaten als im Vorjahr registriert

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 31.061 Straftaten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westpfalz erfasst und bearbeitet – rund 2800 Fälle mehr als im Vorjahr. Das Niveau der Fallzahlen liegt knapp unter dem vor der Corona-Pandemie: 2019 waren es 31.175 Straftaten. Als Erfolg vermeldet die Polizei, dass es den Ermittlern gelungen ist, mehr als zwei Drittel aller Delikte zu klären. Die Aufklärungsquote im Polizeipräsidium Westpfalz liegt bei fast 70 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren fallen besonders die sogenannten Opferdelikte auf. Hier gab es einen Anstieg um 21,22 Prozent (1175 Fälle mehr als 2021), was vor allem auf die Steigerung der Rohheitsdelikte (plus 1080 Fälle) zurückzuführen ist.

16 Straftaten gegen das Leben

Dass es weniger Wohnungseinbruchsdiebstähle gibt (279 Fälle, 2019 waren es noch 446), ist zwar erfreulich, allerdings ist die Aufklärungsquote hier mit 18,3 Prozent sehr gering. Deutlich höher liegt sie im Deliktsbereich Straftaten gegen das Leben – unter anderem Mord, Totschlag und fahrlässige Tötung. Insgesamt bearbeitete das Polizeipräsidium Westpfalz 2022 16 solcher Straftaten, sechs weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt bei 93,75 Prozent. In den kommenden Tagen wird die Kriminalstatistik für Stadt und Landkreis Kaiserslautern veröffentlicht.

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