Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Kleines Gewerbegebiet an Hohenecker Straße geplant

Hinter dem Waldstreifen an der Hohenecker Straße hin zu Aco Guss darf sich Gewerbe ansiedeln.
Hinter dem Waldstreifen an der Hohenecker Straße hin zu Aco Guss darf sich Gewerbe ansiedeln.

Seit Monaten prangt an der Hohenecker Straße eine große Plakatfläche, auf der „Gewerbeflächen zu verkaufen“ steht. Bis Ende des Jahres könnte sich dort etwas tun. Die Stadtverwaltung bestätigte auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass eine Bauvoranfrage vorliegt.

„Für das Areal an der Hohenecker Straße existiert ein rechtskräftiger Bebauungsplan. Dieser beinhaltet unter anderem die Festsetzung eines Gewerbegebiets im rückwärtigen Bereich des Areals. Parallel zur Hohenecker Straße ist eine Waldfläche festgesetzt. Das Areal ist großteils in Privateigentum“, teilte die Stadtverwaltung mit. Eine Baugenehmigung für ein privates Bauprojekt sei bislang nicht erteilt worden, heißt es aus dem Rathaus. Die Bauvoranfrage für eine Teilflächenentwicklung sei mit Juli 2023 datiert. Angestrebt werde dort eine Nutzung mit sportlich-gewerblichem Hintergrund, die auch zulässig ist, erklärte die Stadtverwaltung auf Nachfrage.

Benachbartes Wohnen soll nicht beeinträchtigt werden

Laut den Festsetzungen im Bebauungsplan wären an der Stelle Gewerbebetriebe aller Art, Lagerhäuser, Lagerplätze und öffentliche Betriebe allgemein zulässig, sofern diese die Immissionsschutzrichtwerte einhalten und von denen keine Rauch-, Staub-, Gas- oder Dampfemissionen und Erschütterungen ausgehen, die das benachbarte Wohnen beeinträchtigen.

Nach RHEINPFALZ-Informationen plant ein privater Investor hinter der bewaldeten Fläche entlang der Hohenecker Straße auf 18.000 Quadratmetern zwischen dem Vereinsgelände des TFC und Aco Guss kleine Handwerksbetriebe anzusiedeln und Kleinspielfelder einzurichten, die vermietet werden. Nach Angaben der Stadtverwaltung dürften 3,5 Hektar als Gewerbegebietsfläche genutzt werden.

Waldstück soll stehen bleiben

Ein Anwohner aus der Karl-Pfaff-Siedlung hatte gegenüber der RHEINPFALZ die Sorge geäußert, dass an der Ecke Natur verschwinden könnte, zumal schon im östlichen Teil zu Aco Guss hin gerodet wurde. Die Rodungen bestätigte Bodo Mahl, der beim Forstamt Kaiserslautern für öffentliche Planungen zuständig ist. Die entstandene Blöße auf 400 Quadratmetern müsse wieder aufgeforstet werden, teilte er mit. Laut Mahl sind insgesamt 0,8 Hektar des 3,5 Hektar großen Flurstücks bewaldet. Eine Änderung der Nutzungsart „Wald“ müsse von der Forstbehörde genehmigt werden, sei aber nicht beantragt. Mahl erinnerte daran, dass vor ein paar Jahren aus Verkehrssicherungsgründen Bäume an der Hohenecker Straße gefällt wurden. Auch damals hätten sich Anwohner beschwert. „Der Baumeinschlag hatte teilweise durchaus seine Berechtigung, da mehrere dürre Bäume in Nähe der Straße standen, für die der Eigentümer die Verantwortung trägt“, erklärte Mahl. Es habe kein Vergehen vorgelegen, auch habe sich dort wieder Wald entwickelt.

TFC nicht betroffen

Das Sportgelände des TFC Kaiserslautern würde von Bauarbeiten nicht tangiert werden. Die Bäume direkt an der Hohenecker Straße sind von dem Vorhaben nicht betroffen und sollen stehen bleiben.

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