Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Klare Sache für den SC Siegelbach

Zweikampf zwischen Kottweilers Theresa Schumacher (vorne, in Grün-Weiß) und Celine Kappes vom SC Siegelbach.
Zweikampf zwischen Kottweilers Theresa Schumacher (vorne, in Grün-Weiß) und Celine Kappes vom SC Siegelbach.

Das Derby im Frauenfußball-Verbandspokal wurde zu einer klaren Sache für den Favoriten. Mit 6:0 (5:0) beim SV Kottweiler-Schwanden qualifizierte sich Regionalligist SC Siegelbach für das Viertelfinale. Es war der Tag der Doppelpackerinnen.

Im Grunde war die Partie nach nicht einmal 20 Minuten schon entschieden. Siegelbach führte bereits mit 2:0, als die einheimische Torhüterin Melanie Bungert rustikal gegen Dewi Kolb zu Werke ging und diese elfmeterreif foulte. Den fälligen Strafstoß versenkte SCS-Spielgestalterin Lena Zimmermann unhaltbar im rechten Winkel.

In einer Begegnung, in der es speziell in der ersten Halbzeit quasi nur in eine Richtung ging, war Angreiferin Louisa Moser zuvor bereits zweifach erfolgreich gewesen. Binnen 60 Sekunden nutzte sie jeweils einen Abstimmungsfehler in der einheimischen Defensive (11., 12.). Beim zweiten Tor sprangen gleich mehrere Verteidigerinnen unter einer Freistoßflanke von Zimmermann hindurch, ehe Moser alleine vor dem Tor einnetzen konnte.

Dem aus einheimischer Sicht noch nicht genug, landete ein Pass aus der Abwehr heraus in der 23. Minute in den Füßen von Katharina Lütz, die Keeperin Bungert in der Folge sehenswert überlupfte und den vierten Treffer für ihre Mannschaft markierte. Zu diesem Zeitpunkt deutete sich ein Debakel für die Gastgeberinnen an. Doch diese fingen sich im weiteren Spielverlauf zumindest defensiv, während nach vorne wenig gelang. Theresa Schumacher und Jana Zinsmeister als offensivste Spielerinnen hatten gegen die Abwehrreihe um Maja Metzger und Kolb wenig zu bestellen. Mit dem Pausenpfiff erhöhte der SCS dann aber noch auf 5:0 aus seiner Sicht. Wieder war Lütz die Nutznießerin eines Abwehrlapsus. Dieses Mal legte sie den Ball mit einem überlegten Flachschuss ins rechte, untere Eck an Bungert vorbei.

Eine Folge der Wechsel

Der zweite Durchgang war kaum angepfiffen, als Zimmermann über die halblinke Seite in den Strafraum kam und den Ball humorlos zum halben Dutzend ins Netz beförderte. Die restliche Spielzeit litt zum Teil auch an den vielen Wechseln auf beiden Seiten. Kottweiler kam nun zu ein paar Spielanteilen mehr und konnte vereinzelt auch Angriffe initiieren, blieb aber erfolglos. Auf der Gegenseite verhinderte Bungert mit der einen oder anderen Parade weitere Gegentore, auch wurde mancher Angriff nicht mit der letzten Konsequenz zu Ende gespielt.

„Ich bin froh, dass wir die Tore frühzeitig gemacht haben. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, hinten nichts zugelassen und in der Höhe verdient gewonnen“, kommentierte Kevin Schley aus dem Trainerteam des SC Siegelbach den Erfolg. Dessen Gegenüber Martin Haber sah ebenfalls ein Ergebnis, das in Ordnung ging. „In der ersten Halbzeit war ein Klassenunterschied zu erkennen. Siegelbach hat aber auch eine starke Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert und das ordentlich gemacht“, befand Haber.

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