Benefizspiel RHEINPFALZ Plus Artikel Kantersieg der FCK-Traditionself gegen Polizeiauswahl

Sascha Kiefaber trifft in der 37. Minute zum 3:0 für die FCK-Traditionself.
Sascha Kiefaber trifft in der 37. Minute zum 3:0 für die FCK-Traditionself.

Beim 13. Spiel der Traditionsmannschaft des FCK gegen eine Polizeiauswahl auf dem Gelände der SG Queidersbach ging es nur am Rande um den sportlichen Vergleich.

Einstmals ins Leben gerufen als Dank des 1. FC Kaiserslautern an die Polizei für deren Einsatz bei den Bundesligaspielen der Roten Teufel, hat sich das jährliche Benefizspiel zwischen der Traditionself der Lautrer und einer Auswahl des Polizeipräsidiums Westpfalz längst etabliert – lediglich während der Coronazeit kam es zu einer mehrjährigen Pause. „Es ist immer schön, hier zusammenzukommen, das Spiel findet mittlerweile wirklich unter Freundschaft statt“, erzählt Hardy Höfli, der Teamchef der Traditionself.

Die Einnahmen durch den Verkauf von Losen, Essen und Getränken kamen in diesem Jahr der „Aktion Sonnenschein Westpfalz e.V.“ zugute, einem Verein aus Landstuhl, der sich für die Förderung behinderter Menschen und deren Integration in die Gesellschaft und den Alltag einsetzt. „Es war uns wichtig, einen regionalen Verein zu unterstützen“, betont Tina Lelle, Sportbeauftragte der Polizei. Zu gewinnen gab es den Spielball, zweimal Tickets für ein FCK-Spiel und als Hauptpreis ein spielgetragenes und unterschriebenes Trikot von FCK-Spieler Maxwell Gyamfi aus der abgelaufenen Saison.

Drohne und Streifenwagen

Rund um das Spiel präsentierte sich die Polizei mit mehreren Fahrzeugen und Infoständen, an denen sich die Besucher etwa über Studium oder Ausbildung informieren konnten. Technikaffine hatten die Möglichkeit, eine Polizeidrohne anzuschauen, Streifenwagen und Polizeimotorrad waren insbesondere bei den Kindern beliebt: „Jeder wollte sich mal rein oder drauf setzen“, erzählt Polizei-Pressesprecher Bernhard Christian Erfort, der zudem erklärt: „Für uns ist das auch ein Stück weit Nachwuchswerbung, wir wollen Nachwuchskräfte gewinnen. Wir verstehen uns als Bürgerpolizei, möchten uns nahbar präsentieren.“

Die Polizeiauswahl setzte sich aus Beamten aus allen Bereichen des Präsidiums Westpfalz zusammen. „Wir versuchen jedes Jahr durchzuwechseln und verschiedene Spieler zum Einsatz zu bringen“, sagt Trainer Dominik Lenz. So waren nur fünf Spieler vom letzten Mal dabei, das Durchschnittsalter des Teams betrug etwa 38 Jahre, denn: „Es gab in der Vergangenheit Kritik seitens der Traditionself, nicht zu junge Spieler einzusetzen“, so Lenz. Die meisten seiner Spieler haben im Verein gespielt, sind aber mittlerweile nicht mehr, oder nur noch in AH-Teams aktiv. Auf Seiten der Traditionself standen bekannte Namen wie Florian Dick oder Alexander Bugera auf dem Platz.

Polizei prescht nach vorn

Zu Beginn des Spiels war es dann sogar die Polizeiauswahl, die mehr Spielanteile hatte und defensiv sicher stand, keine Chancen zuließ. Offensiv gelang es ihnen, selbst zwei Riesenchancen herauszuspielen, beide ließen sie jedoch liegen, auch als ein Polizei-Angreifer alleine auf FCK-Torwart David Salfeld zulief. „Ein Profi macht das Tor, da sieht man den Qualitätsunterschied“, muss Lenz anerkennen, weist aber auch daraufhin, dass die Mannschaft noch nie in der heutigen Besetzung zusammengespielt hat. Dann zeigen die Roten Teufel ihre Klasse. Innerhalb von nur sieben Minuten treffen sie dreimal und stellen auf 3:0. Die ersten beiden Treffer erzielt Dimitrij Nazarov, zunächst in der 30. Minute per Distanzschuss, dann in der 33. Minute ein platzierter Flachschuss aus dem Strafraum. Sascha Kiefaber überlupft dann in der 37. Minute den Polizeitorwart per Direktabnahme. „Da hat man die Klasse der FCK-Spieler gesehen“, kommentiert Lenz, während Höfli erklärt: „Das ist die Erfahrung, in so einem Spiel den Moment zu nutzen und die eigene Routine ausspielen zu können, wenn es nötig ist. Die Spieler sind cool geblieben gegen einen agilen Gegner und haben die Tore schön herausgespielt. Man merkt, dass alle mal auf einem hohen Niveau gespielt haben, aber es ist auch eine Frage des Alters, ob sie ihre Leistungsfähigkeit noch präsentieren können.“

Alan Stulin erhöht in der 58. Minute auf 4:0. In der Schlussphase der Partie ist es dann noch einmal die Polizeimannschaft, die nach vorne drängt und den Ehrentreffer will. Tatsächlich erspielt sie sich mehrere hochwertige Torchancen, scheitert jedoch immer wieder am bestens aufgelegten FCK-Torhüter David Salfeld. „Ein sensationell guter Torhüter. Seine Leistung heute war großartig. Ohne ihn wäre es ein ausgeglicheneres Spiel gewesen“, lobt Höfli seinen Schlussmann und resümiert: „Es hat Spaß gemacht und war ein schönes Spiel. Vor allem von uns taktisch gut geführt gegen eine sehr aktive Mannschaft.“ Lenz kommentiert abschließend: „Es macht immer Spaß. Schade ist aber, dass wir unter Wert geschlagen wurden. Wir hätten es gerne knapper gestaltet und hätten uns zumindest ein Tor gewünscht, aber es sollte heute einfach nicht sein. Am Ende standen aber der gute Zweck und der Spaß im Vordergrund.“

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