Kaiserslautern Kaiserslautern: Pfaff schließt in Krise Haustarif ab

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Die Verhandlungen bei der Pfaff Industriesysteme und Maschinen GmbH über einen neuen Haustarifvertrag sind abgeschlossen. In dem Unternehmen, das seit 1. September an zwei Tagen vor allem wegen fehlender Aufträge aus der Automobilindustrie nicht arbeitet, können die Mitarbeiter auf mehr Geld und eine kürzere Arbeitszeit hoffen.

Die Kurzarbeit bei Pfaff habe die Verhandlungen nicht erleichtert, sagte am Montag Alexander Ulrich, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall, auf Anfrage. Laut Ulrich werden die Einkommen der Mitarbeiter künftig an die Tariferhöhungen in der Metall- und Elektroindustrie der Pfalz automatisch angekoppelt. Für das Jahr 2019 sollen die Löhne und Gehälter rückwirkend zum 1. Juli um 3,3 Prozent erhöht werden. Im Jahr 2019 bekommen die Mitarbeiter nach Angaben von Ulrich eine betriebliche Sonderzahlung und Urlaubsgeld von 1700 Euro, im Jahr 2020 von 2000 Euro und im Jahr 2021 von 2300 Euro. Zum 1. Januar 2023 und zum 1. Januar 2025 werden die Arbeitszeiten um jeweils eine Stunde bei vollem Lohnausgleich auf am Ende 38 Stunden pro Woche reduziert. Schichtzuschläge, Zuschläge bei Mehrarbeit und Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Freistellungstage werden in einem gesonderten Manteltarifvertrag, der sich an dem Flächentarifvertrag der Metallindustrie orientiert, geregelt. „Nach zehn Jahren gilt bei Pfaff wieder ein Tarifvertrag. Das ist ein großer Erfolg“, urteilte Ulrich am Montag. Er betonte, seit Mai habe die IG Metall mit der Pfaff-Geschäftsleitung darum gerungen.

Betriebsratsvorsitzender Richard Müller wertete den Abschluss eines Haustarifvertrags angesichts der Konjunkturflaute als ein „gutes und sehr positives Zeichen“. Müller geht davon aus, dass die Kurzarbeit bei Pfaff helfen kann, die derzeitige Auftragsdelle gut zu durchzustehen. Pfaff hat für ein Jahr Kurzarbeit angemeldet. Betroffen sind 177 der 218 Mitarbeiter im Industriegebiet Nord.

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