Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Kaiserslautern: Ein Deich für den Engelshof

Im Mai 2018 regnete es teilweise so stark, dass die Burgstraße unter Wasser stand. Die Stadt will nun mit einem Klimaanpassungsk
Im Mai 2018 regnete es teilweise so stark, dass die Burgstraße unter Wasser stand. Die Stadt will nun mit einem Klimaanpassungskonzept gegensteuern.

Im Umweltausschuss wurde am Montag der erste Umsetzungsbericht des im Februar 2019 im Stadtrat verabschiedeten Klimaanpassungskonzepts vorgestellt. Mit dem Konzept arbeitet die Stadt daran, den Folgen des Klimawandels entgegen zu wirken. Eine Maßnahme: ein knapp 400 Meter langer Deich am Engelshof.

Der Deich soll laut Peter Kiefer, städtischer Beigeordneter und Umweltdezernent, 385 Meter lang werden und wird wohl annähernd eine halbe Million Euro kosten. Die Hälfte der Kosten steuert das Land dazu bei. Die Planung zu dem Bauwerk, das im Jahr 2021 entstehen soll, laufe in enger Abstimmung mit der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd. „Klima ist seit vielen Jahren ein Thema bei uns in der Stadt“, unterstrich Kiefer.

Das Konzept verfolgt vier große Kernziele: Hitze mindern – Grün schaffen, Schäden bei Starkregen minimieren, Klimaanpassung organisieren sowie Bürger und Unternehmen aktiv einbinden. Das erste Kernziel wurde – Stichwort Gelterswoog – noch um den Zusatz „Wasserflächen erhalten und fördern“ erweitert, erklärte die Leiterin dies Umweltreferats, Bettina Dech-Pschorn.

Den einzelnen Kernzielen werden Maßnahmenpakete zugeordnet, die dann sukzessiv abgearbeitet werden sollen. Einige, wie der Deich, befinden sich in Planung, andere wurden schon umgesetzt. So berichtete etwa der Vorstand der Stadtentwässerung, Jörg Zimmermann, von 60 Quadratmetern Fläche am Gebäude der Stadtentwässerung, die statt in einen Parkplatz zu einer Grünfläche gewandelt wurde. Zudem werde der geplante Neubau der Stadtentwässerung unter der Überschrift „klimaangepasstes Bauen“ laufen, sagte Zimmermann. Für das Pfaff-Gelände sollen Solaranlagen für die Gebäude vorgeschrieben werden, sagte Dech-Pschorn, die unterstrich, dass das Klimaanpassungskonzept „nicht nebenher“ laufen dürfe, sondern in alle „laufenden Prozesse“ integriert werden müsse.

Die Wurzeln des Klimaanpassungskonzepts reichen zurück in eine Arbeitsgruppe Klimaanpassung, die unmittelbar nach mehreren schweren Regenereignissen im Jahr 2016 gegründet worden war.

x