Kaiserslautern
Kaiserslautern: Am Engelshof wird ein Damm zur Lauter hin gebaut

Der Engelshof wurde vor einem Jahr von einer schweren Überflutung der Lauter heimgesucht. Mit dem Bau eines Dammes soll dies künftig verhindert werden. Der Bauausschuss hat sich gestern mit dem Thema befasst und dem Vorhaben zugestimmt.
Die Siedlung Engelshof liege in einem exponierten Bereich, der insbesondere aufgrund der Nähe zur Lauter einer höheren Gefährdung ausgesetzt sei als andere Stadtbereiche, erklärte Baudezernent Peter Kiefer. In den letzten Jahrzehnten seien allerdings keine Schäden durch Überflutungen in annähernd dem Ausmaß aufgetreten wie im vergangenen Jahr. Die Regenintensität, die Dauer und auch die vergleichsweise breitflächige Ausdehnung des Gewitters Ende Mai 2018 über der Kernstadt seien außergewöhnlich gewesen. In den letzten Jahrzehnten habe es kein vergleichbares Ereignis in der Stadt gegeben.
Kiefer erinnerte daran, dass es infolge der Unwetter im vergangen Jahr am Engelshof zu breitflächigen Überflutungen kam. Als Sofortmaßnahme sei zur Lauter hin der vorhandene Wall zwischen der Radwegebrücke und der Bahnbrücke durch einen 80 Meter langen provisorischen Damm erhöht worden, der vor einer Überflutung der Lauter schützen soll. Ein Ingenieurbüro sei anschließend beauftragt worden, Möglichkeiten zur langfristigen Ertüchtigung des Dammes aufzuzeigen und eine Vorplanung zu erstellen, wobei eine Förderung von bis zu 60 Prozent gewährt werde. Bedingung sei jedoch, dass die Maßnahme im noch zu erstellenden Hochwasservorsorgekonzept „Obere-Lauter-Unterer Eselsbach“ als Maßnahme aufgenommen wird und das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Hinblick auf die Anzahl der Betroffenen stimmig ist.
Nach derzeitigem Stand der Vorplanung soll auf der rechten Lauterseite ein Hochwasserschutzdamm vom Ende des Regenrückhaltebeckens der Stadtentwässerung bis zur Bahnbrücke in zwei Bauabschnitten erstellt werden. Der erste Bauabschnitt beinhaltet den Bereich vom Regenrückhaltebecken A6 des Landesbetriebes Mobilität bis zur Bahnbrücke. Der zweite Bauabschnitt betrifft den Bereich der derzeitigen Autobahnbaustelle. Für den ersten Bauabschnitt rechnet die Verwaltung mit Kosten von rund 150.000 Euro. dür