Kaiserslautern Kaiserslautern: Über 300 Studenten auf Warteliste für Wohnungen

Vor rund zehn Jahren wurde das Studentenwohnheim auf dem Campus in der Gottlieb-Daimler-Straße eröffnet. Aktuell leben dort nach
Vor rund zehn Jahren wurde das Studentenwohnheim auf dem Campus in der Gottlieb-Daimler-Straße eröffnet. Aktuell leben dort nach Angaben des Studierendenwerks mehr als 200 Studenten.

Das Wintersemester steht unmittelbar vor der Tür und damit läuft auch die Budensuche der Erstsemester auf Hochtouren. Etwas über 300 junge Leute stehen nach Angaben des Geschäftsführers des Studierendenwerks, Marco Zimmer, auf der Warteliste, haben angefragt nach einer Wohnung aus den Händen des Studierendenwerks.

Zimmer ist aber noch nicht nervös. „Bisher konnten immer alle Antragsteller, die einen Wohnplatz suchten, zwar nicht sofort, aber spätestens im Laufe des Semesters untergebracht werden.“ Aktuell stehen laut Zimmer 313 Personen auf der Warteliste. Allerdings, so Zimmer, werde das Studierendenwerk nicht informiert, wenn einer der Wartenden privat eine Bleibe gefunden hat oder kurzfristig an eine andere Hochschule in einer anderen Stadt gewechselt ist.

Vielseitiges Wohnungsangebot

Das Studierendenwerk Kaiserslautern ist nach eigenen Angaben an drei Hochschulstandorten – Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken – für knapp über 2000 Wohnungen – das Studierendenwerk spricht von Wohnplätzen – zuständig. Der Löwenanteil, rund 1850, befindet sich in Kaiserslautern, in Pirmasens (rund 100) und in Zweibrücken (knapp 130) sind es viel weniger. „Unser Wohnraumangebot reicht von Einzelapartments über Zimmer in Wohngemeinschaften bis hin zu barrierefreien Wohnungen und Wohnungen für Studierende mit Kind“, so Zimmer. Die Wohnungen sind gefragt. Zwar stehen laut Zimmer immer wieder Wohnungen leer, weil darin gearbeitet werden muss. „Berücksichtigt man bei der Berechnung der Auslastungsquote den Leerstand aber nicht, kann über das gesamte Jahr eine Auslastung von annähernd 100 Prozent verzeichnet werden“, so Zimmer.

Pendler bedeuten Entlastung für Wohnungsmarkt

In Kaiserslautern ist aus Sicht Zimmers die Wohnungssuche – insbesondere im Vergleich zu anderen Universitätsstädten, wo die Suche „einem Lotteriespiel gleicht“ – „entspannter“. In Kaiserslautern liegt die Wohnplatzquote – das Verhältnis von Wohnungen zur Zahl der Studenten – bei rund zehn Prozent. Das Studierendenwerk betreut nach eigenen Angaben rund 20.000 Studenten und hält die angesprochenen gut 2000 Wohnplätze vor. Die Wohnplatzquote steigt laut Zimmer sogar noch ein wenig an, auf rund 12,5 Prozent, wenn man bei der Anzahl der Studierenden die Fernstudenten, die ja nicht im Wohnheim wohnen müssen, herausrechnet. Die bundesweite Wohnplatzquote liegt laut Studierendenwerk bei knapp acht Prozent. Ein Grund ist laut Zimmer auch die hohe Pendlerdichte unter der Studentenschaft. „Viele Studierende fahren morgens an ihre Hochschule und abends wieder zurück nach Hause, was eine Entlastung für den Wohnungsmarkt bedeutet“, unterstreicht Zimmer.

Neubauten sind schwierig umzusetzen

Bei 2000 Wohnungen in 22 Gebäuden geht auch immer mal etwas kaputt oder muss modernisiert werden. Derzeit werden laut Zimmer die Gemeinschaftsbäder im Wohnheim Villenstraße saniert, außerdem werde eine Sanierungsstudie für das Wohnheim auf dem Uni-Campus erstellt. Das Wohnheim in der Gottlieb-Daimler-Straße blieb vom starken Regen, der im Juni über der Stadt niederging, nicht verschont: Dort müssen sechs Apartments, die durch den Starkregen unbewohnbar wurden, kernsaniert werden. Zudem werde an einem Haus in der Moltkestraße kernsaniert. Neubauten sind laut Zimmer „nicht ganz einfach“, denn dazu werden bezahlbare Grundstücke in Stadt- und Campusnähe benötigt. „Studierendenfreundliche Mieten“ sind laut Zimmer nur „mithilfe von Baukostenzuschüssen des Landes oder Bundes möglich“. Neben den Zimmern in den eigenen Wohnanlagen vermittelt das Studierendenwerk nach eigenen Angaben schon seit Jahrzehnten Zimmer privater Vermieter. „Die Zimmervermittlung hat bei uns eine lange Tradition, es gibt sie schon seit Anfang der 1980er Jahre“, unterstreicht Zimmer, der auch die wichtige Rolle der privaten Zimmervermittlung betont, wenn beispielsweise in den Wohnheimen mal ein Engpass in Sachen Wohnraum entstanden sei.

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