Kaiserslautern K.o. für Martinshöher Boxer

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„Wir haben es lange versucht. Aber es ist halt nicht gegangen.“ So begründet Trainer Thomas Grunder den Auszug der Boxsportler des SV Martinshöhe in Richtung Ramstein. Die Boxer haben seit ab Januar diesen Jahres beim dortigen BC Olympia eine neue Heimat gefunden. Und vor allem bessere Trainingsbedingungen.

In der Schulsporthalle ihrer Wohngemeinde hätten die Boxer nur einmal in der Woche trainieren können, sagte Thomas Grunder (29), auf dessen Initiative die Sportart im Jahr 2009 erstmals in Martinshöhe Fuß gefasst hatte. Mehr sei im Hallen-Belegungsplan für die Faustkämpfer offenbar nicht möglich gewesen, ein Gespräch mit SV-Vorsitzendem Christian Dahl (er führt den Sportverein zusammen mit Kai Schley) „hat uns nichts gebracht“. Nur einmal wöchentlich trainieren zu können, sei aber in Anbetracht des Boxsport-typischen umfassenden Übungs- und Vorbereitungsprogramms einfach zu wenig gewesen, um auf Dauer Erfolge zu haben. Thomas Grunder erzählt: „So sind wir halt zum Training nach Homburg, Kaiserslautern und Landstuhl ausgewichen.“ Erfolge waren durchaus vorhanden: 2012 wurde Mirko Grunder südwestdeutscher Meister bei der Jugend im Halbmittelgewicht. Und Teamkollege Oliver Pritschow schaffte im gleichen Jahr den schnellsten Knock-out der Geschichte im südwestdeutschen Raum: Nach acht Sekunden war Schluss für seinen Gegner aus Koblenz. Trainer Thomas Grunder ist bereits vor einem Jahr zu dem 2012 gegründet BC Olympia Ramstein gewechselt, zu der auf Bestreben des ehemaligen Nationalboxers und späteren Profis Reiner Gies gegründeten Abteilung des Fußball-Vereins Olympia Ramstein. Dem Trainer folgten Oliver Pritschow, Marvin Berger, Denis Kiy, Lukas Jost und Alisa Dahler. Der jüngere der Grunder-Brüder, der 19-jährige Mirko, versuchte zwar weiter, neue Interessenten fürs Boxen in Martinshöhe zu gewinnen, hatte damit aber keinen Erfolg. Der Sportverein meldete daraufhin im Januar die Boxabteilung ab. In Ramstein sind die „Auswanderer“ sehr willkommen, beleben sie doch den BC Olympia wesentlich. Und vor allem: In dem Verein mit dem bekannten Box-Abteilungsleiter Reiner Gies – Olympia-Fünfter 1984, Olympia-Dritter 1988, über 300 Länderkämpfe, 15 Einsätze als Profi, Kampfrichter-Obmann des Südwestdeutschen Amateur-Box-Verbandes – können sich die ehemaligen Martinshöher Boxer endlich auf ideale Weise auf ihre Kämpfe vorbereiten. Da nimmt es Thomas Grunder gerne in Kauf, als Übungsleiter nicht mehr die Nummer eins zu sein. Sondern „nur“ die Nummer zwei hinter Reiner Gies.

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