Kaiserslautern
Junker Reisen verzeichnet eine wachsende Nachfrage an Pauschalreisen
Montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr ist das Ladengeschäft von Junker Reisen in der Rummelstraße 12 geöffnet. Danach erhalten Kunden nur noch mit einem vereinbarten Termin Einlass. Ansonsten werden – unter anderem im Homeoffice – die eingegangen Anfragen, Buchungen, Telefonanrufe und E-Mails bearbeitet.
Die Inhaberin des 1952 in Kaiserslautern gegründeten Familienunternehmens ist hoffnungsvoll: „Flexibilität ist es, worauf es ankommt.“ Dass die Lust am Reisen zum Leben der Menschen heute dazu gehört, bestätigt ihr regelmäßig die Reaktion ihrer Kunden. Was die weltweiten Gruppenreisen betrifft, die Junker Reisen als Veranstalter selbst organisiert, läuft das Geschäft seit eineinhalb Jahren auf Sparkurs.
Für eine Reisefrau, die gewohnt war, irgendwo auf der Welt plötzlich auftretende Schwierigkeiten für ihre Gruppe bewältigen zu müssen, ist die aktuelle Situation zumindest ungewohnt. In die USA zu reisen ist nicht möglich, Kanada vorerst auch noch nicht, doch Brigitte Junker setzt auf Lockerungen bei den Einreisebedingungen im Herbst und vor allem auf das nächste Jahr. Zahlreiche Buchungen für 2022 bestärken sie darin.
Pauschalreisen liegen gerade wieder voll im Trend
Die Kunden möchten reisen, und das sei auch möglich bekräftigt Junker. Griechenland, Spanien, Busreisen nach Italien und auch Ferienwohnungen an Ostsee und Nordsee seien beliebt. Es gebe viele Kunden, die aus Deutschland überhaupt nicht raus wollten, ergänzt Mitarbeiterin Daniela Strasser, die im Reisebüro wieder öfter Neukunden begrüßen kann. Die meisten Kunden wollten, nachdem sie 2020 ausschließlich in den eigenen vier Wänden verbracht hatten, „bloß raus“; irgendwohin, wo sie entspannen können. Oft handele es sich dabei um Menschen, die ihre Urlaubsreisen bisher selbst online gebucht hätten. Angesichts der zahlreichen Regeln und Vorschriften legten sie jetzt gesteigerten Wert auf die Beratung über das Zielgebiet und allgemeine wie dortige Sicherheitsvorschriften.
Ältere Kunden, die über kein Internet verfügen, könnten sich beispielsweise nicht, wie von Spanien gefordert, vor der Reise dort an- und später wieder abmelden, berichtet Daniela Strasser. Auch könnten Bedingungen für Einreisen, die am Vorabend noch problemlos möglich waren, sich über Nacht schon wieder geändert haben. Die Beratung der Fachfrauen ist deswegen sehr gefragt.
Für Reisebüros, die ihre Kunden auf sicherem Weg in den Urlaub und zurück geleiten wollten, sei dies die tägliche Herausforderung schlechthin, so Brigitte Junker. Täglich gelte es, die Infos von Veranstaltern, Presse, Verbänden zu studieren und die Kunden entsprechend zu informieren. „Das hält uns auf Trab.“
Junker hat auch Erfreuliches zu berichten: So sind aktuell trotz Sommer- und Ferienzeit kurzfristig Buchungen für eine Urlaubsreise immer noch realisierbar. Sie empfiehlt, dafür unbedingt eine Pauschalreise zu buchen, welche die Vorteile eines „Rundum-sorglos-Pakets“ mit Corona-Reiseschutz vor Ort beinhalte. Mit einem geringen Aufpreis für ein Flex-Paket könne sich der Kunde dazu noch mit einer flexiblen Stornomöglichkeit absichern.