Kaiserslautern Jugendhilfeausschuss drängt auf Erhalt der Eisbahn auf der Gartenschau

Die Eisbahn ist Treffpunkt für Menschen aller Altersklassen und aller sozialen Schichten – hieß es mehrfach im Jugendhilfeaussch
Die Eisbahn ist Treffpunkt für Menschen aller Altersklassen und aller sozialen Schichten – hieß es mehrfach im Jugendhilfeausschuss .

Der Jugendhilfeausschuss hat sich einmütig dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung – und der Oberbürgermeister – alle Möglichkeiten prüfen, trotz Corona in diesem Jahr die Eisbahn auf der Gartenschau zu öffnen. Außerdem soll ein zukunftsfähiges Konzept für die kommenden Jahre erarbeitet werden.

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses waren sich schnell einig: Die Eisbahn ist ein wichtiger Treffpunkt für junge und alte Menschen in der Winterzeit. Im Namen des Stadtjugendrings forderte Jürgen Jäger: „Wir müssen dazu ins Gespräch kommen.“ Jugendreferatsleiterin Katharina Rothenbacher-Dostert dröselte als Diskussionsgrundlage die Sachlage auf: „Das Thema Eisbahn hat zwei Facetten.“ Einmal den Corona-bedingten Ausfall der Saison 20/21 und dann die Vertragskündigung ab Saison 21/22. Die Stadt müsse einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen, weswegen laut Oberbürgermeister Klaus Weichel der Vertrag mit der Gartenschau gekündigt wurde.

Rothenbacher-Dosterts Anmerkung, dass es in Sachen Infektionsrisiko in einer Eishalle ähnlich wie in einem Schlachthof zugehe, wurde von Jäger scharf zurückgewiesen: „Dort kann gut gelüftet werden.“ Dennoch hat die Verwaltung offenbar Möglichkeiten durchgespielt, die Eisbahn 2020/2021 noch zu öffnen – unter Corona-Bedingungen. Wie Rothenbacher-Dostert erklärte dürften beispielsweise dann nur 150 Besucher pro Laufzeit in die Halle; jeder müsste Eintritt bezahlen (auch die Zuschauer) und ein Buchungssystem sei nötig, um Warteschlangen zu vermeiden. Dazu sei im Bereich Schlittschuhverleih, Reinigung und Aufsicht mit deutlich mehr Kosten zu rechnen.

Obwohl sich die Ausschussmitglieder so schnell einig waren, bedurfte es noch einiger Diskussionen, um sich auf einen Beschluss zu einigen: Der Jugendhilfeausschuss will die Eisbahn weiter betreiben und der Oberbürgermeister beziehungsweise die Verwaltung sollen einen Corona-gerechten Betrieb gewährleisten – und außerdem ein tragfähiges Konzept zum Erhalt der städtischen Eisbahn vorlegen. In der nächsten Stadtratssitzung soll – zumindest was eine Öffnung in diesem Jahr angeht – ein Konzept vorgestellt und im Rat darüber entschieden werden.

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