Kaiserslautern Judo: Einmal HHG, immer HHG

380 Judoka standen in Duisburg bei der Deutschen Einzelmeisterschaft der Männer und Frauen auf der Matte. Mit der Abiturientin Tamara Ohl hatte das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) eine aktuelle Sportlerin am Start. Es waren aber auch zahlreiche ehemalige HHG-ler im Wettkampf. Unter ihnen die Olympiateilnehmerin Jasmin Külbs, die am Ende Silber gewann.
„Wenn unsere ehemaligen Athleten auf uns zukommen und sich von uns bei einem solch wichtigen Turnier unterstützen lassen wollen, dann ist das für uns mehr als selbstverständlich“, zeigen sich Sergio Oliveira und Stephan Hahn, die HHG-Trainer, nach der Deutschen Meisterschaft erfreut, dass zahlreiche ehemalige Sportschüler aus Kaiserslautern dem Judo treu geblieben sind und Judo auf hohem sportlichen Niveau zeigen. Allen voran natürlich Jasmin Külbs, aus Böhl-Iggelheim, die für den JC Zweibrücken startet. Bei den Olympischen Spielen in Rio hatte sie einen unglücklichen Start erwischt und war früh aus dem Turnier ausgeschieden. „Für eine Judoka ist sie sehr jung, ihr Augenmerk gilt mit Recht nun den Olympischen Spielen in Tokio im Jahre 2020“, ist es sowohl für Oliveira und auch Hahn immer wieder ein gutes Gefühl, wenn die Vorzeigesportlerin in Kaiserslautern beim Judotraining vorbeischaut. „Sie hat viel mit der Bundeswehr, dem Studium und dem Training in Köln zu tun, aber sie kommt zu uns, wann immer es ihr möglich ist“, sagt Oliveira. In Duisburg mussten die Trainer dann allerdings zuschauen, wie Carolin Weiß den Finalkampf (plus 78 Kilo) gegen Jasmin Külbs gewann. „Wir haben noch Zeit, alle Details zu korrigieren, dürfen dabei aber nicht vergessen, die Zeit läuft schneller, als wir denken“, blickt Oliveira ein wenig philosophisch nach vorne. Neben der Silbermedaille von Jasmin Külbs holte die ehemalige HHG-lerin Roxana Conradus, die ebenfalls inzwischen in Köln lebt und Sport studiert, die Bronzemedaille. Sebastian Hofäcker, der seit dem vergangenen Jahr in Hannover studiert und trainiert, wurde Fünfter. Am Start war neben zahlreichen weiteren ehemaligen Sportschülern aus Kaiserslautern auch Alexander Wieczerzak, der 2016 knapp an der Olympiaqualifikation gescheitert war und nach einer Ellenbogenoperation nun wieder auf der Matte steht. Nicht erfolgreich und noch nicht in Topform, aber auch für ihn gilt der Satz von Oliveira: „Noch ist Zeit, die Details zu korrigieren.“ Das muss dann wohl auch für die Abiturientin Tamara Ohl gelten, die sich nach drei gewonnenen Kämpfen aus der Meisterschaft verabschieden musste. „Sie kämpft eigentlich noch bei den Junioren und hat sich bei den Frauen gut präsentiert. Lassen wir uns in den nächsten Jahren überraschen“, sagt ihr Trainer. |thea