Schach Johannes Thum krönt sich zum Deutschen Meister

Trainiert täglich 30 Minuten lang und hat sich riesig über den Titel und das besondere Erlebnis gefreut: Johannes Thum.
Trainiert täglich 30 Minuten lang und hat sich riesig über den Titel und das besondere Erlebnis gefreut: Johannes Thum.

Johannes Thum vom Schachclub Ramstein-Miesenbach holte bei der deutschen Schach-Amateurmeisterschaft den Titel in der Gruppe E – nicht ohne Grund.

Johannes Thum entdeckte seine Leidenschaft für Schach durch einen guten Freund und seine Begeisterung für Schachcomputer. Er begann im Alter von zwölf Jahren im Schachclub Landstuhl zu spielen, wechselte aber bald nach Ramstein, wo er schon damals viele der heutigen Mannschaftsspieler kennenlernte. Bis er 18 Jahre alt war, spielte er aktiv, verlor aber auch danach nie das Interesse am Schach. Für Johannes Thum ist Schach ein direkter Wettkampf mit einem Gegner – gnadenlos, aber letztendlich fair. Genau darin liegt für ihn die Faszination des Spiels.

In seiner Freizeit spielt er Gitarre in einer Band, fährt Mountainbike, etwa zwei bis drei Mal pro Woche.

Training und Vorbereitung

Johannes Thum widmet täglich etwa 30 Minuten dem Schachtraining. Dabei trainiert er Taktik und konzentriert sich auf die Themen, die ihn gerade interessieren, wie zum Beispiel spezielle Damen- oder Turmendspiele. Zudem nutzt er zahlreiche Schachonlinekurse, um sein Wissen zu vertiefen. Eröffnungen bearbeitet er im Rahmen der Analyse seiner eigenen Partien. Online spielt er gerne, bevorzugt jedoch Schnellschachpartien, die er ausführlich analysiert. Vor einem Turnier studiert er seine Gegner, um deren Eröffnungen und Spielstile zu verstehen.

Das Finale in Bad Wildungen

Im November 2024 qualifizierte sich Thum mit einem beeindruckenden zweiten Platz und 4,5 Punkten aus 5 möglichen für das DSAM-Finale 2024/25. Das Finale fand im Maritim Hotel in Bad Wildungen statt, wo 330 Schachspieler um den Titel kämpften. Der Fürst-von-Metternich-Saal bot eine edle Kulisse für das hochkarätige Event. Ein besonderes Highlight war die Anwesenheit des bekannten Schachkommentators „The Big Greek“ Georgios Souleidis, der den Teilnehmenden mit seinem Fachwissen zur Seite stand.

Für Johannes Thum erwies sich Bad Wildungen als Glücksbringer. Er hat wie ein Bergsteiger den höchsten Gipfel erklommen und als Schachspieler den bedeutendsten Titel gewonnen. Für ihn war es ein unvergessliches und beeindruckendes Erlebnis und Ergebnis. Und der Schachclub Ramstein-Miesenbach ist stolz, einen deutschen Meister in seinen Reihen zu haben.

Johannes Thum plant bereits seine Teilnahme für die nächste Saison 2025/2026, voraussichtlich wieder im November in Bad Wildungen. Er empfiehlt jedem Schachbegeisterten, „an diesen außergewöhnlichen Turnieren teilzunehmen“.

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