Kaiserslautern Jetzt noch zwei Siege
Für den abstiegsbedrohten Fußball-Verbandsligisten TuS Hohenecken zählte am vergangenen Mittwoch im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Herschberg nur ein Sieg. Mit 4:1 (2:0) löste das Team von Trainer Matthias Reh dann auch diese Pflichtaufgabe. Doch bereits am Samstag (16 Uhr) ist der TuS schon wieder gefordert, beim Sechsten Eintracht Bad Kreuznach. Und auch da braucht er einen Sieg.
In den beiden letzten Saisonpartien müssen die mit 34 Punkten auf dem 14. Platz stehenden Hohenecken unbedingt noch zwei Siege nachlegen. Darauf schwor Trainer Reh seine Mannschaft am Mittwochabend nach dem Erfolg über Herschberg ein. Mit dem Auftritt seines Teams gegen die kampfstarken, aber in ihren spielerischen Mitteln doch arg limitierten Herschberger zeigte er sich zufrieden, bescheinigte den Seinen, dass sie eine Stunde lang guten Fußball gespielt hätten. Im Kasten der Gäste stand Mirko Bitzer. Kein Unbekannter in Hohenecken. Hütete der mittlerweile 44 Jahre alte Keeper doch auch schon das Tor des TuS, und zwar in der Saison 2004/05. Beim 1:0 der Hohenecker – ein kurioser Treffer – machte Bitzer keine gute Figur. Der Torwartroutinier köpfte da den Ball bei einer Abwehraktion direkt vor die Füße von Florian Cordier (9. Minute), der nicht lange fackelte und die Kugel aus etwa 25 Metern einfach ins leere Tor schoss. Dieser Treffer brachte Sicherheit ins Spiel der Heimelf, die aber mit ihren Chancen schludrig umging. Kurz vor der Pause fiel dann aber doch das 2:0. Im Strafraum lupfte der ungemein spielfreudige Marcel Walzer (38.) den Ball über den weit aus seinem Tor geeilten Bitzer. Walzer und Cordier waren dann in der zweiten Halbzeit an einer noch lange in Erinnerung bleibenden Aktion beteiligt. Nach einem kapitalen Abspielfehler eines gegnerischen Abwehrspielers tauchten die beiden frei und unbedrängt vor Mirko Bitzer auf. Das 3:0 schien nur noch Formsache zu sein. Cordier legte den Ball quer zu Walzer, der aber nicht vollstreckte, sondern die Kugel wieder zu seinem Stürmerkollegen spielte. Cordier brachte dann aber das Kunststück fertig, den Ball aus kurzer Distanz über das Tor zu schießen (55.). Unglaublich. „Ich wollte Marcel den Treffer gönnen“, antwortete Florian Cordier auf die Frage, warum er nicht gleich zur Sache gekommen sei. Aber nur eine Minute nach ihrer Slapstickeinlage machten die beiden die Sache wieder gut. Nach Walzers Zuspiel erzielte Cordier mit seinem zweiten Treffer das 3:0. In die Torschützenliste trug sich dann auch noch Dennie Schmidt (80.) ein. Der Mittelfeldspieler traf mit einem Schuss ins lange Ecke zum 4:0. Dass die Gäste dann durch Dennis Pannen (87.) noch auf 1:4 verkürzten, tat den Hoheneckern nicht mehr weh. Am Samstag in Bad Kreuznach treffen sie aber auf einen Gegner von anderem Kaliber, als es der SV Herschberg am Mittwoch war.