Kaiserslautern In Brasilien viel dazugelernt
Max Reis fuhr bei seinem WM-Debüt in Brasilien auf Platz 25. Optimal ist es für den elfjährigen Deutschen Kart-Meister aus Ramstein nicht gelaufen. Sein Team ist dennoch zufrieden.
Ein fremdes Kart, völlig unbekannte Strecken und dazu noch sehr viel Grip, das ist für Profis eine Herausforderung. Wenn dann noch ein Rennverhalten der Konkurrenz dazukommt, das deutlich härter, fast aggressiv ausfällt, dann hat es ein Nachwuchsfahrer wie Max Reis, der zudem ohne internationale Erfahrung ist, schon arg schwer. Dabei fing für den Ramsteiner alles gut an. Okay, er musste erkennen, dass die Konkurrenz teilweise mit den bei der WM gestellten Karts schon vorab vertraut war und er nicht und dass sie auch über deutlich mehr Erfahrung verfügte. Im ersten freien Training lief es für Max dennoch ganz gut, er landete auf Rang neun. Im Qualifying war dann allerdings der Wurm und nicht mehr als Platz 25 drin. Starten durfte er aber nur von Rang 30, er hatte eine weiße Linie bei der Boxenausfahrt überfahren und kassierte eine entsprechende Strafe. Im Halbfinale lief es deutlich besser, der Ramsteiner konnte Plätze gutmachen und im Pre-Finale von Startplatz 19 aus loslegen. Ein Unfall, dem er ausweichen konnte, kostete ihn dann allerdings die gute Ausgangslage. Im Finale ging es für ihn deshalb denkbar ungünstig von Platz 30 aus los. Der Start gelang perfekt, Max konnte direkt einige Positionen gutmachen, wurde dann aber über das gesamte Rennen in Positionskämpfe verwickelt – eine Erfahrung, die er so noch nicht kannte – und landete am Ende auf Platz 25. Klar war er zunächst geknickt, hatte sich mehr erhofft, wollte in die Top Ten fahren. Dass er eine gute Leistung gezeigt hatte, merkte er dann aber doch, und die Erinnerung an die Fahrerparade am Finaltag, bei der er die Fahne für das Team Deutschland tragen durfte, brachte sein Lachen zurück. „Max ist unter solchen Bedingungen noch nie gefahren. Seinen Kontrahenten gelang es offenbar deutlich schneller, sich darauf einzustellen“, sah Vater Ralph Reis am Ende das Event „WM“ als eine fantastische Erfahrung für Max, die ihn sicherlich nach vorne bringen werde. Vater und Sohn signalisierten noch aus Brasilien, dass sie bei den nächsten Grandfinals Ende Oktober 2019 in Sarno, Italien, wieder dabei sein wollen. „Wir werden versuchen, die erforderlichen Lehren zu ziehen und in der nächsten Saison erneut angreifen“, so Max und Ralph Reis.