Kaiserslautern IG Metall: Bernd Löffler und Alexander Ulrich als Bevollmächtigte wiedergewählt

Bernd Löffler (vorne) ist bis 2023 als erster Bevollmächtigter der IG Metall wiedergewählt worden.
Bernd Löffler (vorne) ist bis 2023 als erster Bevollmächtigter der IG Metall wiedergewählt worden.

Bernd Löffler und Alexander Ulrich stehen weiterhin an der Spitze der IG Metall Kaiserslautern. Delegierte der Gewerkschaft bestätigten das Führungsduo in seinen Ämtern. Große Aufgabe in den kommenden Jahren wird die Transformation von Betrieben sein – ob in Sachen Elektromobilität oder Digitalisierung.

Eigentlich, verrät Bernd Löffler, sei die Delegiertenversammlung bereits für April in einem Gasthaus geplant gewesen – nun fand sie unter strengen Hygienevorschriften und mit reichlich Abstand in der Fruchthalle statt. Dort gingen Anfang der Woche die Wahlen für die Amtsperiode 2020 bis 2023 mit 67 Delegierten über die Bühne. Löffler wurde mit 98,5 Prozent im Amt als erster Bevollmächtigter und Kassierer sowie Alexander Ulrich mit 83,3 Prozent als zweiter Bevollmächtigter wiedergewählt. Löffler: „Das ist ein ordentliches Ergebnis und eine Bestätigung unserer Arbeit.“

Dabei sei es in der jüngeren Vergangenheit nicht immer einfach gewesen. Stichwort: Opel. „Da haben wir den Übergang von General Motors zur PSA-Gruppe begleitet. Zwar ohne betriebsbedingte Kündigungen, aber mit einem Freiwilligenprogramm. Die Belegschaft dort ist nun deutlich kleiner“, sagt Löffler. Dabei sei das Opel-Werk mit seinem hohen Organisationsgrad der Mitarbeiter in der Gewerkschaft noch immer eine wichtige Stütze. Dass im Bereich der IG Metall Kaiserslautern so viele Automobilzulieferer ansässig sind, mache der Gewerkschaft zu schaffen – „aber auch hoffnungsvoll, was die kommende Batteriezellfertigung angeht“.

Löffler und Ulrich betonten während der Versammlung ihren Anspruch, die Herausforderungen der Zukunft aktiv gestalten zu wollen. Die Digitalisierung der Arbeitswelt, Industrie 4.0 und Mobilitätswende stelle die Betriebe vor große Herausforderungen. Zudem sei die coronabedingte Wirtschaftskrise mit vielen Ängsten um den Verlust von Arbeitsplätzen verbunden. Die IG Metall Kaiserslautern habe aber in der Vergangenheit gezeigt, dass mit starken Betriebsräten und gewerkschaftlichen Vertrauensleuten betrieblich vieles zum positiven beeinflusst werde könne.

Für die kommenden Monate kündigten Löffler und Ulrich laut Pressemitteilung an, „um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen, ob bei Adient, Pfeiffer oder Pfaff, wo es aktuelle betriebliche Konflikte um den Erhalt von Arbeitsplätzen gibt“. Löffler kritisierte gegenüber der RHEINPFALZ auch, dass einige Arbeitgeber versuchten, die Krise zu nutzen, um tarifvertragliche Errungenschaften, wie das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, in Frage zu stellen. Arbeitsschwerpunkt Anfang kommenden Jahres werde die nächste Tarifrunde, sagte Löffler.

In geheimer Wahl wurden außerdem noch 13 Beisitzer für den IG-Metall-Ortsvorstand gewählt: Markus Becker (GKN Transfer), Ulrich Böttcher (Adient Rockenhausen), Wolfgang Biffar (Pfaff), Dirk Dahlke (General Dynamics), Harald Hatzfeld (John Deere ETIC), Jörg Harz (ACO Guss), Rainer Hinkel (ITW), Florian Krapf (Opel), Petra Körber-Metz (Adient Rockenhausen), Nicole Schneider (Spinnerei Lampertsmühle), Torsten Schwebius (Gebrüder Pfeiffer/Barbarossawerke), Hartmut Schmitt (Opel) und Thorsten Zangerle (Opel).

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