Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Hygienekonzept und Geschäfte des mobilen Freizeitparks „Barbarossa-Land“

Wird mit etwas Verspätung zum „Barbarossa-Land“ dazustoßen: der „Breakdancer“. Das Geschäft ist noch ein paar Tage andernorts ge
Wird mit etwas Verspätung zum »Barbarossa-Land« dazustoßen: der »Breakdancer«. Das Geschäft ist noch ein paar Tage andernorts gebunden.

Die klassische Oktoberkerwe fällt aus. Auf gebrannte Mandeln, Dosenwerfen oder Fahrgeschäfte wird jedoch nicht verzichtet. Dafür soll der mobile Freizeitpark „Barbarossa-Land“ sorgen. Susanne Henn-Marker vom Schaustellerverband verrät erste Details – und die Fahrgeschäfte.

„Im Prinzip ist das ein Ersatz für die Oktoberkerwe“, erläutert Susanne Henn-Marker, Vorsitzende des Schaustellerverbands Barbarossa Pfalz-Saar. Nachdem die Absage der Stadtverwaltung in Sachen Kerwe gekommen sei, habe man sich zusammengesetzt: „Uns war klar, dass Kaiserslautern eine solche Veranstaltung braucht.“ Für die Schausteller, aber auch für die Besucher. Henn-Marker: „Damit wollen wir ein Zeichen setzen, und wir wollen zeigen, dass wir Schausteller auch Registrierungen umsetzen können.“

Denn die wird notwendig, um ab 9. Oktober das „Barbarossa-Land“ auf dem Messegelände zu besuchen. Nach Angaben der Vorsitzenden wird etwa die Hälfte des Messeplatzes umzäunt, maximal 1200 Menschen dürfen sich dann gleichzeitig im mobilen Freizeitpark aufhalten. Name, Wohnort und die in der Gastronomie üblichen Angaben müssen am Eingang angegeben werden, dazu kommt ein Eintritt von zwei Euro pro Person. Damit werden die Kosten für Zäune, Security und die Sanitäranlagen beglichen, wie Henn-Marker schildert: „Die Gäste bekommen dafür vier Gutscheine á 50 Cent, die sie im Park überall abgeben können.“

Gerngesehene Hilfe aus der Nibelungen-Stadt Worms

Um die Organisation des „Barbarossa-Landes“ stemmen zu können, haben sich die Kaiserslauterer Hilfe aus Worms geholt. Die Betreiber des derzeit dort aufgestellten „Nibelungen-Landes“ stehen mit Rat und Hilfe zur Verfügung. „Wir könnten das alleine nicht stemmen“, verweist Henn-Marker auf Andreas und Hans Göbel, „die haben die notwendige Erfahrung.“ Die Planung sei mittlerweile zu 90 Prozent festgezurrt, man habe versucht, den Schaustellern aus der Umgebung eine Chance zu geben, in diesem Jahr noch etwas zu verdienen: „Für manche ist das ein letzter Strohhalm.“

Um möglichst viele Menschen anzuziehen, braucht es mehr als Essensbuden und kleinere Fahrgeschäfte, weiß Henn-Marker. Deswegen gibt es neben Klassikern wie dem „Breakdancer“, Autoscooter und einer Geisterbahn auch „größere Attraktionen wie die ,Wilde Maus’ (eine Achterbahn), eine XXL-Schaukel und eine Riesenrutsche“. Man habe versucht, eine bunte Mischung für die ganze Familie hinzubekommen. Dazu gehören neben Entenangeln, Pfeil- und Ballwerfen auch Imbisse und Ausschank – mit reichlich Platz in großen Biergärten.

Viel Aufwand, um die Hygienekonzepte umzusetzen

Um die Hygienekonzepte einhalten zu können, werde viel Aufwand betrieben. Von den Organisatoren und den Schaustellern, die noch einmal eigene Konzepte für die jeweiligen Buden und Fahrgeschäfte ausgearbeitet hätten. Henn-Marker: „Das sind beispielsweise Abstandsmarkierungen oder Einbahnstraßenregelungen.“ Maskenpflicht gelte immer dort, wo Menschen nah beieinander stehen – in Warteschlangen oder Fahrgeschäften. Nicht jedoch auf den Wegen. Statt den laut Henn-Marker sonst zur Oktoberkerwe üblichen 130 bis 150 Beschickern, sind es jetzt knapp 50: „Wir lassen zwischen den Geschäften jeweils fünf Meter Abstand, in anderen Jahren war das jeweils ein Meter.“ Großes Ziel sei, dass die Menschen Spaß haben, ohne, dass gleichzeitig die Ansteckungszahlen in die Höhe schnellen: „Die Gesundheit der Besucher ist uns wichtig.“

Starten soll das „Barbarossa-Land“ am Freitag, 9. Oktober, der Aufbau wird voraussichtlich am 1. oder 2. Oktober beginnen, schätzt Henn-Marker: „Montag, Dienstag und Mittwoch ist geschlossen, an allen anderen Tagen zwischen 14 und 22 Uhr geöffnet.“ Sie hofft nun auf einen möglichst goldenen Oktober – „sonst nutzt das alles nichts“. Eine ähnliche Veranstaltung bereits im Sommer auf die Beine zu stellen, sei keine Option gewesen: „Zur Mai-Kerwe war das Thema Corona noch so frisch.“

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