Kaiserslautern Herber Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib
Im Kellerduell der Ersten Regionalliga Südwest musste der 1. FC Kaiserslautern am Samstag einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib hinnehmen. Beim 89:92 (52:45) gegen den MTV Stuttgart verspielte der Tabellenletzte nach der Pause einen Zwölf-Punkte-Vorsprung und steht vor dem Südwest-Derby gegen Mainz somit enorm unter Druck.
Ein Waldemar Nap in Topform war zu wenig, um den dringend benötigten Sieg aus dem Ländle zu entführen. Mit 25 Punkten und neun Rebounds knüpfte der sprunggewaltige 2,01-Meter-Mann nahtlos an seine starke Vorstellung beim vorweihnachtlichen Überraschungscoup gegen Koblenz an und war der effektivste Spieler beim FCK. Auch Gergely Hosszu traf hochprozentig und bestach durch eine hohe Dreierquote (4/8). Am Schluss standen 24 Punkte für den Ungarn zu Buche. Nach ausgeglichener Anfangsphase (13:13/6.) gelang es Stuttgart, sich bis zum Ende des ersten Viertels durch einen 20:4-Lauf auf 33:17 abzusetzen. Die Kaiserslauterer ließen sich von dem hohen Rückstand nicht beeindrucken, machten hinten dicht und kamen immer wieder zu einfachen Punkten durch Schnellangriffe. Beispielhaft für ihre Entschlossenheit, das Spiel drehen zu wollen, war eine Szene Mitte des zweiten Viertels, als Japhet McNeil einen Dreier vergab und Kevin Croom nach Rebound von Hosszu ebenfalls scheiterte, ehe Nap nach Pass von McNeil das Spielgerät im dritten Anlauf in die Reuse stopfte. Beflügelt von Hosszu, der sechs Punkte in Folge erzielte, kämpfte sich der FCK zurück ins Spiel und ging durch zwei von Croom verwandelte Freiwürfe mit 40:39 in Front. Stuttgart hatte mit der passenden Antwort der Pfälzer offenbar nicht gerechnet und war jetzt völlig von der Rolle. Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, um ihren Vorsprung weiter auszubauen, und durften sich nach einem Dreier von Hosszu über eine zweistellige Führung freuen (57:45/22.). Unnötige Ballverluste und schlechte Würfe ebneten dem MTV den Weg zur Aufholjagd, die in der 31. Minute mit dem Treffer zum 73:72 belohnt wurde. Beide Teams spielten voll auf Sieg, wobei Stuttgart das bessere Ende für sich hatte. Die Schwaben lagen in den letzten zehn Minuten fast durchgängig in Front und ließen sich auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Hosszu zum 84:84 (37.) nicht aus der Ruhe bringen. Naps Dreier zum 89:92 sollte 48 Sekunden vor Schluss die letzte Aktion gewesen sein, in einem Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte. Durch die knappe Niederlage haben die Roten Teufel nicht nur zwei Punkte, sondern auch den direkten Vergleich gegen Stuttgart verloren. Eine weitere Hiobsbotschaft erreichte die Mannschaft von Trainer Theo Tarver aus Speyer, wo die zuvor punktgleichen Tigers Tübingen beim favorisierten Tabellenzweiten völlig überraschend die Oberhand behalten hatten. Damit ist der FCK jetzt alleiniges Schlusslicht und muss mehr denn je um den Ligaverbleib bangen. So spielten sie Nap (25), Hosszu (24), Luyeye (13), McNeil (11), Croom (8), Schulze (6), Leis (2), Wallney, Herzog, Sefaja. |kkm