Kaiserslautern
Handball: TuS Dansenberg zieht beim TSB Heilbronn-Horkheim den Kürzeren
Nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge ist die Serie des TuS Dansenberg in der Dritten Handball-Bundesliga Süd am Samstag gerissen. Die Mannschaft von Trainer Steffen Ecker musste sich ihrem unteren Tabellennachbarn TSB Heilbronn-Horkheim mit 29:31 (15:14) knapp geschlagen geben.
Das nötige Matchglück, dass es in Spielen gegen Teams auf Augenhöhe auswärts braucht, war diesmal nicht aufseiten der Schwarz-Weißen, die in den letzten dreieinhalb Minuten ohne Torerfolg blieben. Dass TSB-Spieler Felix Weißer unmittelbar nach Alexander Schulzes Anschlusstreffer zum 29:30 (57.) eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, konnte Dansenberg nicht zu seinem Vorteil nutzen. Auch die in Form eines verworfenen Siebenmeters erfolgte Einladung, doch wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, nahmen die Gäste nicht an. Mit seinem Treffer zum 31:29-Endstand machte der siebenfache Torschütze Felix Zeiler acht Sekunden vor dem Ende dann alles klar.
Heimstarke Hunters
Die etwas mehr als 300 Zuschauer in der Stauwehrhalle bekamen über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel zu sehen. Die Gastgeber waren nach der überraschenden Auswärtsniederlage bei dem vom Abstieg bedrohten TV Hochdorf sichtlich darum bemüht, in eigener Halle nichts anbrennen zu lassen. Die Hunters zeigten sich von dem jüngsten Nackenschlag gut erholt und machten sehr schnell klar, warum sie in der Hinrunde zu den heimstärksten Mannschaften zählten. Mit drei Toren in Folge trumpfte Dansenbergs Schulze Mitte der ersten Halbzeit groß auf und warf seine Farben mit 7:5 (17.) in Front. Am Ende standen für den formstarken Linksaußen acht Treffer zu Buche. Es sollte die höchste Führung der Gäste an diesem Abend gewesen sein. Auch Horkheim schaffte es zu keinem Zeitpunkt, mit mehr als zwei Toren vorne zu liegen. Beim Stand von 9:11 aus Sicht der Gäste waren es Doppelpacker Robin Egelhof, Steffen Kiefer und Schulze, die das Spiel mit vier Toren in Folge wieder drehten und damit den Grundstein für die knappe 15:14-Halbzeitführung legten.
Hausherren übernehmen das Kommando
Dansenberg schaffte es nach der Pause, seine Führung auf 18:16 (36.) auszubauen. Danach waren es dann die Hausherren, die langsam aber sicher das Kommando übernahmen und mit einem 3:0-Lauf zum 19:18 (39.) den letzten Führungswechsel an diesem Abend einläuteten. In den folgenden elf Minuten gelang es keiner der beiden Mannschaften mehr als zwei Tore am Stück zu erzielen, ehe Zeiler den Bann mit seinem Treffer zum 25:23 (50.) brach. Das Hase-und-Igel-Spiel ging nach den Dansenberger Toren von Jan Claussen und Torwart (!) Henning Huber zum 25:25(52.) erst so richtig los. Horkheim legte vor, Dansenberg glich aus: 26:25, 26:26, 27:26, 27:27, 28:27, 28:28. In einem Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte, mussten sich die Westpfälzer am Ende dann aber doch noch geschlagen geben.
Gegen das Schlusslicht Blaustein
Das spielfreie Wochenende, bis zu dem die Ecker-Sieben fünf Siege am Stück geholt hatte, kam rückblickend zum falschen Zeitpunkt. Beim 30:30 gegen die Rhein-Neckar Löwen II hatten die Dansenberger zuletzt eine Sechs-Tore-Führung verspielt und damit einen wichtigen Siege gegen einen direkten Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel aus der Hand gegeben. Auch beim unteren Tabellennachbarn in Horkheim wäre bei einer besseren Abwehrleistung mehr drin gewesen. Dass die hochgelobte Abwehr zum dritten Mal in Folge mehr als 29 Tore zuließ, ist alarmierend. Die Chance, einen unmittelbaren Verfolger auf Abstand zu halten, wurde somit vertan. Dansenberg (22:10 Punkte) behauptete zwar trotz der Niederlage Rang drei, spürt nun aber mehr den je den Atem von Horkheim (21:11) und Balingen-Weilstetten II im Nacken. Dass bei den Hunters auch schon andere Spitzenteams leer ausgingen, ist nur ein schwacher Trost. Im letzten Spiel des Jahres bekommt es der TuS am Samstag (20 Uhr) mit dem abgeschlagenen Schlusslicht TSV Blaustein (4:28) zu tun. Unter den ersten drei zu überwintern wäre für den TuS eine tolle Sache. Ein Sieg gegen das Kellerkind ist ganz fest eingeplant.
So spielten sie
TuS Dansenberg: Klier/Huber (1) (Tor), Schulze (8), Claussen (6), Egelhof (4), Serwinski (5/4), Seitz (3), Jankovic, Kiefer (je 1), Bösing, Munzinger, Megalooikonomou