Kaiserslautern
Gleich zwei Uraufführungen in der Stadt
Der 51-jährige Komponist Marc-Aurel Floros aus Köln – bekannt auch als Lebensgefährte und Klavierbegleiter der Journalistin Elke Heidenreich – ist in Kaiserslautern kein Unbekannter. Im Auftrag der Stadt hat er bereits die „Barbarossa-Sinfonie“ geschrieben, die vor einem Jahr vom Orchester des Pfalztheaters in der Fruchthalle erstmal gespielt wurde. An gleicher Stelle fand 2018 die Uraufführung seiner sinfonischen Fantasie „Luther“ statt.
Floros’ Opus über den alttestamentarischen Propheten „Ezechiel“ ist gleichfalls als Auftragswerk der Stadt entstanden. Dass es jetzt ausgerechnet vom international angesehenen Mandelring-Quartett gespielt wird, macht das Konzert zu einem Glanzpunkt des städtischen Konzertprogramms.
Im Übrigen hat das Kulturreferat den November zum „Monat der portugiesischen Kultur“ ausgerufen, nachdem der Generalkonsul der Atlantik-Republik im Vorjahr ein Konzert des Pianisten Artur Pizzaro in der Fruchthalle besucht hatte.
Uraufführung in der Friedenskapelle
Die Veranstaltungsreihe beginnt am 11. November mit einer Ausstellungseröffnung der jungen portugiesischen Malerin Maria Cunha im Zink-Museum. Eine „musikalisch-literarische Soiree“ mit den Gitarristen Ricardo Gama und João Correia schließt sich an. Außerdem liest Pfalztheater-Akteur Rainer Furch Auszüge aus den „Lusiaden“. Das Versepos von Luís de Camões gilt als Nationalepos Portugals und erzählt eine idealisierte Geschichte der Seefahrernation. Das Erscheinen der „Lusiaden“ jährt sich heuer zum 450. Mal.
Bereits am kommenden Freitag ist Furch als Schauspieler zu erleben, wenn in der Lauterer Friedenskapelle das neue Stück seiner Frau Madeleine Giese uraufgeführt wird. Das Künstlerpaar steht hinter der Spielvereinigung Widrige Umstände, die damit ihre dritte Produktion vorstellt. Erstes Projekt war 2014 die (zwischenzeitlich in 40 Sprachen übersetzte) Komödie „Kunst“ von Yasmina Reza. Das nächste Stück schrieb die erfolgreiche Buchautorin Giese gleich selbst und inszenierte mit der Spielvereinigung ihre Kriminalposse „Wo fängt die Wand an?“
Der Tod und die Beerdigungsunternehmer
Ähnlich makaber geht es auch in den „Apokalyptischen Reitern“ zu. Es geht um ein besonders florierendes Beerdigungsunternehmen, dessen geheimnisvoller Inhaber vier Mitarbeitern ein „unmoralisches Angebot“ unterbreitet. Weil Autorin und Regisseurin Giese ausgebildete Schauspielerin ist, wirkt sie diesmal gleich selbst mit. Im Übrigen verfasst sie Hörspiele und Kriminalromane, daneben stammen diverse Folgen des Radio-„Tatorts“ aus ihrer Feder. In der Friedenskapelle spielt sie mit ihrem Mann Rainer Furch und dessen Pfalztheater-Kollegen Stefan Kiefer sowie Christian Higer und Natalie Forster, die in der Vergangenheit gleichfalls dem Lauterer Haus angehörten.
Termine
„Die apokalyptischen Reiter“: Freitag, 4. November, 19.30 Uhr, Friedenskapelle Kaiserslautern. Infos auf der Seite www.vhs-kaiserslautern.de
Konzert mit dem Mandelring-Quartett: 10. November, 20 Uhr, Fruchthalle. Infos auf der Seite www.kaiserslautern.de
Eröffnung des „Monats der portugiesischen Kultur„: Freitag, 11. November, 18 Uhr, Theodor-Zink-Stadtmuseum. Infos auf der Seite www.kaiserslautern.de