Fußball
Gleich drei Premieren für die U21 des 1. FC Kaiserslautern beim Sieg gegen Worms
Arm in Arm freuten sich die Spieler und Trainer des 1. FC Kaiserslautern im großen Kreis hüpfend und singend über ihren nächsten Erfolg. Der Jubel war berechtigt: Das 3:0 gegen Wormatia Worms war nach einem starken Auftritt des FCK II der nächste verdiente Erfolg gegen ein Spitzenteam.
Und zudem gab es noch gleich drei Premieren zu feiern: Paul Petker, der für den verletzten Stürmer Jacob Collmann in die Startelf gekommen war, feierte mit seinen Treffern zum 1:0 (48.) und 3:0 (80.) den ersten Oberliga-Doppelpack seiner Karriere. U19-Stürmer Oskar Prokopchuk erzielte mit dem 2:0 (57.) seinen allerersten Oberliga-Treffer. Und zum ersten Mal in dieser Saison blieb das Team von Trainer Alexander Bugera in drei Partien nacheinander ohne Gegentor. „Wir haben – wie schon in allen Spielen seit der Winterpause – wieder sehr gut verteidigt“, freute sich Bugera und sprach von einer „eine geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der ich keinen groß herausheben kann“.
Start nach Maß in die zweite Halbzeit
Schon vor der Pause war der FCK II vor 220 Zuschauern, davon mehr als die Hälfte Fans aus Worms, auf Platz 4 am Betzenberg das bessere Team. Doch der Pfosten (11. Minute) und die Querlatte (35.) standen einem Treffer bei Versuchen von Robin Muth und Ben Reinheimer im Weg. Bei den wenigen Chancen der Wormatia war FCK-Schlussmann Ante Eljuga zur Stelle. Viel ließ die von Kapitän Leon Robinson erneut bestens organisierte Abwehr aber ohnehin nicht zu.
Nach der Pause erwischte der FCK II einen Start nach Maß: Petker verwandelte nach Zuspiel von Pharis Petrica eiskalt zum 1:0. „Das Tor macht er sensationell, wie er den Ball einfach flach in die Ecke schiebt“, lobte Bugera. Es kam noch besser: Auch U19-Stürmer Prokopchuk, der fünf Minuten zuvor eingewechselt worden war und erst am Donnerstag erfahren hatte, dass er im Oberliga-Kader steht, traf nach feiner Vorarbeit von Shawn Blum zum 2:0. „Heute hat es das Schicksal gut mit mir gemeint – und Shawn Blum auch, weil er mir so toll aufgelegt hat“, freute sich der 18-Jährige, der nach einem Nasenbruch vor zwei Monaten beim Spiel der A-Junioren in Heidenheim noch mit einer Maske aufläuft. „Die Mannschaft hat mich gut aufgenommen. Obwohl ich nur einmal mittrainiert habe, war ich gleich voll integriert. Natürlich freut es mich, dass ich das der Mannschaft dann gleich mit einem Tor zurückgeben kann. Das erste Oberligator ist für mich was Besonderes.“
Kurioses 3:0
Besonders und kurios war auch Petkers zweiter Treffer, der die nach dem 2:0 ohnehin nur noch zaghafte Anfeuerung der Worms-Fans endgültig zum Verstummen brachte: Seine Flanke von der rechten Seite wurde immer länger und fiel zur Überraschung aller zum 3:0 in den linken Torwinkel. Fast entschuldigend hob der 21-Jährige die Arme und berichtete nachher mit einem Grinsen: „Ich wollte eigentlich die Flanke schlagen. Dann ist der Ball richtig gut geflogen – und es war am Ende das Tor.“ Für Petker war es übrigens nach seinem Meniskusriss Ende September und langer Zwangspause sein erster Einsatz von Beginn an. Einer, der ihm gut tat.
„Ich komme ja aus einer langen Verletzung“, sagte er. „Jetzt habe ich vom Trainer das Vertrauen bekommen nach langer Zeit, dass ich von Beginn an an spielen konnte. Ich habe dann gemacht, was ich machen muss – und es hat Spaß gemacht.“ Allerdings, so räumt er ein, „spüre ich die Verletzung am Knie immer noch. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber es wird immer besser.“
Nun zum Spitzenreiter
Sein Trainer Bugera freute sich, dass „Paul nach seiner langen Verletzung heute reingekommen ist und zwei Tore erzielt hat. Er muss sich ja auch sonst hinten anstellen, wenn unser Topstürmer Jacob Collman fit ist“. Dabei, so bekennt Petker, sei er ja eigentlich gar kein „richtiger Mittelstürmer, sondern ein Flügelstürmer. Aber da wir keinen zweiten richtigen Stürmer haben, muss ich halt nach vorne“. Mit Erfolg. Insgesamt lobte der 21-Jährige den Auftritt seines Teams: „Wir waren echt von Anfang an gut drin. Auch schon die letzten Spiele. Wir haben jetzt in sechs Spielen fünfmal zu Null gespielt. Und wenn wir vorne unsere Tore machen, können wir jeden Gegner schlagen.“ Der nächste Gegner ist übrigens wieder ein Spitzenteam: Am Freitag (19 Uhr) geht es zum unangefochtenen Spitzenreiter Eintracht Trier.