MMA
Gladiator trifft auf einen harten Balkan-Kämpfer
„Aller guten Dinge sind drei“, sagt Patrick Vespaziani, der sich in der boomenden Mixed-Martial-Arts-Szene (MMA) einen Namen gemacht hat. Zu München hat der Kaiserslauterer eine besondere Beziehung. Die Stadt wecke in ihm besondere Energien, sagt der 33 Jahre alte Schwergewichtler. Schon zweimal kämpfte er in der Metropole an der Isar, und beide Male triumphierte er im Oktagon, dem von Maschendraht umgrenzten Ring. Und nun will er am Samstag im BMW-Park seinen dritten Sieg in München erringen und sich dann von den Zuschauern feiern lassen.
Im Gespräch mit der RHEINPFALZ strahlte der Hüne eine große Ruhe und Entschlossenheit aus. Er fühle sich „topfit“, sagte er und berichtete von seiner intensiven Vorbereitung im Frankfurter Gym. In den letzten Tagen trainierte er den Bodenkampf, ein oft entscheidendes Element in der Choreographie der MMA-Kämpfe, in denen fast alles erlaubt ist, um in den drei Runden à fünf Minuten den Gegner zu besiegen. Eigentlich sei er immer im Training, sagt Vespaziani, der sich den Kampfnamen Gladiator gab und der aufgrund seines imposanten, mit zahlreichen Tattoos geschmückten Körpers, nicht nur im Käfig, sondern auch in den Sozialen Medien eine große Nummer ist. So konnte er eine regelrechte Fangemeinde gewinnen, die seine Posts und Kämpfe im Netz verfolgt.
Gegner sagt ab
Gewohnt planmäßig lief seine Vorbereitung auf den Auftritt in München ab – bis zur vergangenen Woche. Da erreichte den Gladiator eine Nachricht, die ihn doch sehr beunruhigte. Ihm wurde mitgeteilt, dass sich sein französischer Gegner verletzt habe und in München nicht antreten könne. „Ich hatte Angst, dass ich nicht kämpfen kann“, schildert der Lauterer diese Zeit der Ungewissheit. Groß war seine Erleichterung, als ihm mitgeteilt wurde, dass man auf die Schnelle einen neuen Gegner für ihn gefunden hatte: Jovan Zeljkovic, einen 29 Jahre alten Serben mit einer fast makellosen Kampfbilanz. Von seinen bislang sechs Käfigkämpfen gewann Zeljkovic fünf, und nur einmal verließ er als Verlierer den Cage.
Im Vergleich dazu weist Vespaziani mit vier Siegen und zwei Niederlagen die schlechtere Bilanz auf. Was für ihn spricht, ist seine Größe. Mit seinen zwei Metern Gardemaß ist er 15 Zentimeter größer als sein Kontrahent. „Er ist vom Balkan, und von dort kommen harte Kämpfer“, bemerkt der Gladiator zu seinem Gegner, der am Samstag sein Debüt in München gibt. Patrick Vespaziani ist fest entschlossen, dieses Käfigduell mit Zeljkovic für sich zu entscheiden. Will er doch mit einem Sieg einen großen Schritt auf der MMA-Karriereleiter nach oben machen. Danach soll ein „Titelkampf“ folgen. Gelingt ihm das, dann wäre „Il Gladiatore“ auf dem nächsten Plakat ganz groß abgebildet, und zwar als Hauptkämpfer.