Kampfsport „Gladiator“ Patrick Vespaziani macht bei Comeback kurzen Prozess mit Vadim Feger
Lange musste der Hüne aus Kaiserslautern auf seinen dritten Profikampf in den Mixed Martial Arts warten. Über ein Jahr lag zwischen seinem verlorenem Fight gegen Lazar Todev im Bonner Maritim Hotel und seiner Rückkehr in den Cage, in den Käfig. Und auch in München musste sich der Lauterer mit dem Kampfnamen „Il Gladiatore“ in Geduld üben, bis er den neunten Kampf des Abends bestreiten durfte.
Fans aus der Heimat
Doch als er dann zu den archaischen und gewaltigen Klängen des Chorgesangs „O Fortuna“ in die Olympiahalle einzog, war die lange Verletzungspause vergessen und auch die harten Vorbereitungswochen im Frankfurter Gym „MMA Spirit“. Er habe alles wahrgenommen. Die lauten und gespannt auf den Kampf wartenden Zuschauer und die knisternde Atmosphäre in der Halle, in der viele seiner Fans aus Kaiserslautern und auch seine Eltern waren. „Es herrschte eine brutale Stimmung“, schildert Patrick Vespaziani seine Eindrücke kurz vor dem Käfigkampf.
In diesem auf drei Runden à fünf Minuten angesetzten Schwergewichtskampf traf der zwei Meter große und 31 Jahre alte Lauterer auf den drei Jahre älteren Vadim Feger. Sein Kontrahent habe ihn gleich zu Beginn des Fights mit „einer Dreier-Kombination“ überrascht und ihn dabei auch verletzt, erzählt Vespaziani, dem es dann aber gelang, Feger an der Hüfte zu packen und ihn auf den Boden zu werfen (Da bei den „Gemischten Kampfkünsten“ so ziemlich alles erlaubt ist, um den Gegner zu besiegen, gehört auch der Bodenkampf zum Repertoire der MMA-Fighter).
Abbruch nach 66 Sekunden
Auf dem Boden liegend, versuchte sich Feger zwar noch zu wehren. Aber gegen den über ihm knienden Gladiator war er machtlos. „Ich habe noch fünf Hände reingeballert“, schildert Vespaziani die letzten Aktionen des Kampfes. Danach hatte der Ringrichter ein Einsehen und brach den Kampf ab. Nach einer Minute und sechs Sekunden hatte Patrick Vespaziani durch TKO gewonnen und damit in seiner noch jungen Karriere seinen zweiten Sieg erkämpft.
Danach ließ er sich von den begeisterten Zuschauern in der Halle feiern, vergaß dabei aber seinen unterlegenen Gegner nicht. „Ich habe viel Respekt vor Vadim Feger“, sagte der Sieger, der sich für weitere Kämpfe der National Fighting Championship (NFC) empfahl.