Kaiserslautern Gespräch der Woche: „Zusammen geht etwas voran“

«Miesenbach/Steinwenden.»Aus zwei mach eins: Die Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Steinwenden und Miesenbach fusionieren. Der zweijährige Prozess wurde gerade mit der Satzungsänderung in Miesenbach besiegelt. Redakteurin Pola Schlipf hat sich mit dem Vorsitzenden Roland Kiefaber aus Steinwenden und seinem Stellvertreter Hans-Peter Krauß aus Miesenbach unterhalten.
Wir sind alle viel zu klein, haben zu wenige Mitglieder. Krauß: Wir sind ja nicht der einzige Verein, dem es so geht. Der Auflösung wollten wir vorbeugen, deshalb sind wir aktiv zusammengerückt. Wie viele Mitglieder hat die neue Einheit? Kiefaber: Zusammen haben wir 450 passive, davon rund 40 aktive Mitglieder. Da geht etwas voran, wenn ein Arbeitseinsatz ansteht. Krauß: Und in Steinwenden gibt es mehr jüngere Leute im Verein. Die tun uns Alten gut. Kiefaber: Dafür hat Miesenbach das Gebäude und ein Grundstück. Krauß: Das ist auch der Standort für den neuen Ortsverein. Hat der einen neuen Namen? Kiefaber: Der neue Ortsverein heißt Moorbachtal. Was leisten die Mitglieder alles? Kiefaber: Der aktive Dienst – das sind diejenigen, die die Einsätze zum Beispiel auf den Sportplätzen oder bei Festen übernehmen – ist zuständig, wenn uns jemand aus der Verbandsgemeinde (VG) Ramstein – abzüglich Ramstein selbst – anfordert. Bei den First Respondern stellen wir die Mehrheit: In der VG gibt es fünf, unser Verein stellt vier davon, wir rüsten sie auch aus. Sie fusionieren, um wieder eine größere Truppe zu sein. Wie sieht es denn mit Nachwuchswerbung aus? Krauß: Wir haben es versucht, aber es ist schwierig. Das Freizeitangebot ist so groß, da fehlt die Beständigkeit. Die Jugendlichen kommen mal, mal nicht. Das ist müßig. Kiefaber: Wir haben teilweise Junge, aber wenn sie 18 sind, machen sie Abi und dann gehen sie weg zum Studium. Wenn wir allerdings das DRK-Heim hier von seinem altbackenen Charme befreit haben, bin ich schon zuversichtlich.