Kaiserslautern Gegen Nachwuchsmangel ankämpfen

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Der Verein Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) ist bundesweit einer von sieben Gewinnern des „Förderwettbewerbs MINT-Regionen“. Für den Ausbau der Aktivitäten in den Unterrichtsfächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sowie für die Vernetzung von Schulen und wissenschaftlichen Instituten erhielt die ZRW ein Preisgeld von 30.000 Euro.

Gestern stellten Xaver Jung, Bundestagsabgeordneter und ZRW-Mitglied, und ZRW-Geschäftsführer Hans-Günther Clev das dazu neu kreierte Projekt Schülerforschungsverbund Westpfalz vor. Das Projekt entstand auf Initiative von Jung, zu dessen Themengebieten neben Forschung und Innovation Bildung und Weiterbildung gehören. Nach den Worten Jungs denkt das Projekt bereits an übermorgen. Bedingt durch den demografischen Wandel und Abwanderungstendenzen fehlten bereits heute Nachwuchskräfte in den Betrieben der regionalen Wirtschaft, so Clev. Als Gegenmaßnahme zu dem Trend verwies Jung auf den aus der Taufe gehobenen Schülerforschungsverbund Westpfalz, der das Thema MINT in Bildung, Ausbildung und Studium für Schüler und Lehrer attraktiv und zugänglich machen soll. „Junge Menschen in der Region sollen für die Inhalte und Methoden in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik interessiert und begeistert werden, aber auch generell offen für diese Themen sein, auch wenn sie einen anderen beruflichen Weg einschlagen sollten“, sagte Clev. Durch entsprechende Angebote sollten auch Kindergärten und Grundschulen abgedeckt werden. Eine Geschäftsstelle zur Durchführung des Projekts könnte nach den Worten von Clev in der Aufbauphase der Zukunftsregion Westpfalz angegliedert sein. „Wir sind gerne Türöffner für das Projekt. Wir möchten etwas tun für die Region, denn die Wirtschaft braucht Nachwuchs.“ Projektkoordinatorin Silke Steinbach verwies auf eine geplante App, die über die Angebote informieren soll. Die 30.000 Euro sind für die Finanzierung von Sachmitteln bestimmt. Der Ausbau von MINT-Aktivitäten vor Ort schließt Beratungs- und Fortbildungsangebote mit ein. Beteiligte Partner des Projektes sind die Technische Universität und die Hochschule Kaiserslautern, das Institut für Verbundwerkstoffe, das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, das Max-Planck-Institut für Software Systeme, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und die Science Alliance Kaiserslautern. Für den Förderwettbewerb MINT-Regionen, den die Körber-Stiftung und der Stifterverband im vergangenen Jahr ausgeschrieben haben, haben sich mehr als 40 Regionen beworben. Eine Jury von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verbänden und Stiftungen hat nach mehreren Auswahlrunden die sieben Gewinner kürzlich in Berlin prämiert. Zu den weiteren Siegern des Förderwettbewerbs gehören die Karlsruher Technik-Initiative (Baden-Württemberg), das MINT-Forum Nordhessen (Hessen), „MINT hoch4“ Taubertal (Baden-Württemberg), das MINT-Netzwerk der MINT-Region Landkreis Harburg (Niedersachsen), die MINT-Region Nordthüringen (Thüringen) und das Wolfsburger Netzwerk „WOB macht MINT“ (Niedersachsen). |jsw

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